HÜTTENHEIM

800 000 Euro für Sanierung der Kirche

An der evangelischen Kirche in Hüttenheim hat der Zahn der Zeit genagt und die Verantwortlichen der Kirchengemeinde wollen jetzt eine Außensanierung in Angriff nehmen. Der Willanzheimer Gemeinderat gab dazu in seiner Sitzung am Montag die denkmalpflegerische Erlaubnis und beschloss, einen Zuschuss von zehn Prozent der Baukosten zu gewähren.
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Sanierungsbedürftiges Gotteshaus: Hüttenheims evangelischer Pfarrer Matthias Subatzus plant mit der Kirchengemeinde die Außensanierung der Pfarrkirche Johannes der Täufer. Foto: Foto: Hartmut Hess

An der evangelischen Kirche in Hüttenheim hat der Zahn der Zeit genagt und die Verantwortlichen der Kirchengemeinde wollen jetzt eine Außensanierung in Angriff nehmen. Der Willanzheimer Gemeinderat gab dazu in seiner Sitzung am Montag die denkmalpflegerische Erlaubnis und beschloss, einen Zuschuss von zehn Prozent der Baukosten zu gewähren.

Pfarrer Matthias Subatzus und ein beauftragter Architekt hatten Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert einen Sanierungs- und Finanzierungsplan vorgelegt. Demnach soll die Sanierung von Fassade, Dacheindeckung, Dachstuhl, Kirchturm und der Fenster einen Gesamtbetrag von 797 000 Euro erfordern. Im Zuge der Bauarbeiten soll die Kirche Johannes der Täufer noch einen barrierefreien Zugang erhalten. Wie die Bürgermeisterin informierte, erhofft sich die Kirchengemeinde einen Betrag von 630 000 Euro von der evangelisch-lutherischen Landeskirche, das wäre der größte Batzen im Finanzierungsplan.

Die Kirchengemeinde beantragte bei der politischen Gemeinde einen Zuschuss von zehn Prozent. In dieser Höhe hat die Gemeinde in der Vergangenheit andere Kirchenprojekte unterstützt. Die Räte segneten die rund 80 000 Euro ab, die wahrscheinlich auf zwei Haushaltsjahre verteilt werden. Wenn weitere Zuschussgeber mitspielen, würde der Kirchengemeinde ein Eigenanteil von 50 000 Euro verbleiben. Das Sanierungsvorhaben soll voraussichtlich im März 2015 beginnen und dann bis zum Herbst beendet sein.

Der Gemeinderat behandelte noch folgende Themen:

• Aus der Hüttenheimer Friedhofsmauer ist erneut ein Stück herausgebrochen. Der Bereich wird vorerst gesichert und nach der Ernte des angrenzenden Getreidefelds saniert. Das Leichenhaus weist laut Ingrid Reifenscheid-Eckert „eklatante Schäden“ auf. Vor der nächsten Ratssitzung sollen sich die Räte vor Ort ein Bild davon machen.

• Zum Markt Herrnsheimer Baugebiet Wegäcker II beschlossen die Räte, die Erschließungsstraße um einen Meter nach Süden zu verschieben. Denn die Baufirma hatte mitgeteilt, dass drei Bäume, die erhalten werden sollen, mit ihrem Wurzelwerk Probleme beim Straßenbau machen würden.

• In Hüttenheim steht die Sanierung eines Teilstücks der Tannenbergstraße ins Haus. Dort werden Schäden behoben, die durch Schwerverkehr des Unternehmens Knauf mitverursacht wurden. Die Bürgermeisterin wird noch abschließend mit dem Unternehmen verhandeln, um den Weg für die Sanierung frei zu machen.

• Aus dem Willanzheimer Güterwald berichtete die Bürgermeisterin, dass ein Monitoring von Forstexperten eine große Population von Eichenwicklern festgestellt hätte, die im Auge behalten wird. Mehr Sorgen macht derzeit ein Eschensterben, das durch einen Pilzbefall ausgelöst werde.

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