Markt Einersheim

80. Geburtstag: Hermann Böhm hat im Leben viel Leid erlebt

Die ersten Lebensjahre des Markt Einersheimers fiel in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Mit Fließ und Ehrgeiz baute er sich eine Existenz als Handwerker auf.
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Hermann Böhm (links) aus Markt Einersheim feierte am Pfingstsonntag seinen 80. Geburtstag, die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Herbert Volkamer. Foto: Hartmut Hess

Hermann Böhm aus Markt Einersheim feierte am Pfingstsonntag seinen 80. Geburtstag, die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Herbert Volkamer.

Der gebürtige Markt Einersheimer hatte am 9. Juni 1939 das Licht der Welt erblickt und die Kriegswirren prägten die Kindheit und die Jugend von Hermann Böhm. Als Sechsjähriger musste er erleben, wie seine damals 19-jährige Schwester Else Böhm mit ihm an der Hand im Jahr 1945 erschossen wurde. Zudem musste der junge Bub mit ansehen, wie fünf Burschen im Alter von 16 oder 17 Jahren in den letzten Kriegsmonaten vor dem Böhm-Haus ihr Leben lassen mussten.

Weil sein Vater Georg Böhm erkrankte, machte Hermann Böhm mit Ausnahmegenehmigung schon als 15-Jähriger die Zimmerer-Gesellenprüfung und genau an seinem 20. Geburtstag durfte er seinen Meisterbrief entgegennehmen. Er lernte Gabriele Böhm (geborene Sonnabend) aus Breslau kennen und lieben und im Jahr 1961 führte er sie zum Traualtar.

Pionier im Bereich des Holzbaus

Während Hermann Böhm Baustelle um Baustelle abarbeitete, übernahm die Bürokauffrau den kaufmännischen Bereich in der Handwerksfirma. Stolz ist Hermann Böhm heute noch darauf, dass er als Erster in der Region Häuser und landwirtschaftliche Hallen in Holzbauweise errichtete. Im Jahr 2000 übergab er den Betrieb an seinen Sohn Hans-Joachim Böhm.

In seinem Berufsleben war Hermann Böhm mehrere Jahrzehnte in der Bau-Innung aktiv und seit langen Jahren betreut er die Zimmerer-Gade im Mönchsondheimer Kirchenburgmuseum. Der Jubilar bekleidete einst Ausschussposten in mehreren örtlichen Vereinen und wirkte eine Amtsperiode im Kirchenvorstand mit. Der Ruheständler war Mitbegründer der Freien Unabhängigen Wählergemeinschaft und wurde 1972 Mitglied im CSU-Ortsverband, den er zehn Jahre als Vorsitzender führte.

Das Wandern ist seine Leidenschaft

Seit vielen Jahren wissen die Markt Einersheimer zu schätzen, dass Hermann Böhm mit seiner Frau die jährlichen Mehrtagesreisen für den CSU-Ortsverband organisiert. Von 1966 bis 1994 saß er im Gemeinderat und der passionierte Skatspieler ist begeisterter Wanderer. Ob im Landkreis Kitzingen, der Gegend um Kronach oder auf dem Jakobusweg bis zum Endpunkt im spanischen Santiago de Compostela – Hermann Böhm hat schon viele Landschaften auf Schusters Rappen erkundet.

Als Gratulanten kamen neben der Familie mit vier Kinder und deren Familien, den 14 Enkeln und einem Urenkel auch Dekan Ivo Huber, Ehrenbürger Nikolaus Knauf, Bundeswirtschaftsminister a.D. Michael Glos und Ex-Landrat Siegfried Naser.

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