Iphofen

78-Jähriger löst Großeinsatz der Polizei aus

Große Aufregung in Iphofen: Ein psychisch belasteter Mann hält am Freitag die Innenstadt vier Stunden lang in Atem. Der Grund: Er hat mehrere Waffen bei sich.
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Polizei-Großeinsatz in Iphofen: Am Mainbernheimer Tor sammeln sich am Freitag die aus Nürnberg angerückten Sondereinsatzkräfte der Polizei. Ein 78-Jähriger in einer Ausnahmesituation hatte den Einsatz ausgelöst. Foto: Hartmut Hess
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Große Aufregung am Freitagnachmittag in Iphofen (Lkr. Kitzingen): Polizeiabsperrungen in der Innenstadt, vermummte und schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte prägen das Bild. Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Unterfranken mitteilt, ging kurz nach 12  Uhr ein Anruf von Angehörigen bei der Polizei ein, wonach sich ein 78-jähriger Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befinden soll. Da der Mann Jäger ist und rechtmäßig mehrere Waffen besitzt, zieht das einen Großeinsatz der Polizei nach sich.

Die Polizei riegelt den Bereich um sein Wohnhaus hermetisch ab, um eine Gefährdung außenstehender Personen zu verhindern. Der Mann befindet sich zu diesem Zeitpunkt alleine in dem Haus. Im Bogen des Mainbernheimer Tors sondieren mehrere schwer bewaffnete Polizisten mit Maschinengewehren im Anschlag den Nachmittag über die Lage.

Im Einsatz sind mehrere Polizeibeamte der Inspektion Kitzingen und von umliegenden Dienststellen. Der Einsatzleiter, Kitzingens Polizeichef Christian Georgi, hat sich im Rathaus die Einsatzzentrale eingerichtet, in der die Verantwortlichen die Situation beraten. Das BRK richtet im Feuerwehrgerätehaus mit der Schnelleinsatzgruppe Verpflegungsdienst eine Betreuungsstelle für die Einsatzkräfte ein.

Spezialeinsatzkommando aus Nürnberg rückt an

Um 15 Uhr rücken Spezialkräfte eines Spezialeinsatzkommandos aus Nürnberg an, die aber nicht mehr eingreifen müssen: Kurz vor 16 Uhr gibt es nämlich Entwarnung; die Einsatzkräfte können wieder abziehen. Über Rufe hat die Polizei mittlerweile Kontakt zu dem 78-Jährigen aufgenommen, woraufhin sich der Mann schließlich widerstandslos festnehmen lässt. Er wird mit dem Rettungsdienst, unter Polizeibegleitung, in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Aufregung in den Netzwerken 

In der Bevölkerung spricht sich der Großeinsatz wie ein Lauffeuer herum. Eine Reihe von Schaulustigen verfolgt aus sicherer Entfernung hinter den Absperrungen das Geschehen. Auch in den sozialen Netzwerken ist die Aufregung inzwischen groß. Neben der Polizei ist zur Sicherheit auch das Bayerische Roten Kreuz mit Kreisgeschäftsführer Felix Wallström an der Spitze mit mehreren Rettungswagen vor Ort. Nach der Entwarnung durch die Polizei können auch diese Einsatzkräfte wieder abziehen. 

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