MAINBERNHEIM

630 Euro Schulden je Mainbernheimer Einwohner

Bei der Vorberatung des Haushaltsplanes 2018 ging Kämmerer Dieter Brunner auf Investitionen und Verschuldung ein
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500-Euro-Scheine
ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau zählt am 27.06.2015 in Freiburg (Baden-Württemberg) 500-Euro-Geldscheine. Foto: Patrick Seeger (dpa)

Der Entwurf des Haushaltsplanes 2018 ist kürzlich in der jüngsten Stadtratssitzung in Mainbernheim vorberaten worden. Der Ansatz des Gesamthaushalts liegt bei rund 7,1 Millionen Euro. Davon entfallen 4,035 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und 3,06 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Mit Einverständnis des Ratsgremiums soll der Haushaltsentwurf von Kämmerer Dieter Brunner bis zur nächsten Sitzung für die Beschlussfassung fertiggestellt werden. Nur wenige Fragen gab es seitens der Stadträte zu den verschiedenen Haushaltspositionen, wohl auch aufgrund gründlicher laufender Besprechung im Ratsgremium.

Große Investitionen

Wie Bürgermeister Peter Kraus mitteilte, liege der Überschuss des Verwaltungshaushalts bei 650 000 Euro. Nach Abzug der Tilgungsausgaben bleibe eine freie Finanzspanne von etwa 520 000 Euro, die ebenso wie Einnahmen, staatliche Zuschüsse und Rücklagen (zu Beginn des Haushaltsjahres rund 1,5 Millionen Euro) für Investitionen zur Verfügung stehen. Größte Posten des Investitionsprogramms sind die Erschließung des Baugebiets Langwasen (rund 775 000 Euro), städtebauliche Sanierungsmaßnahmen (485 000 Euro) und Abwassereinrichtungen (450 000 Euro).

Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht vorgesehen.

Personalkosten fast unverändert

Mit dem städtischen Schuldenberg bewegt sich Mainbernheim etwa auf dem Niveau des Landesdurchschnitts: knapp 630 Euro je Einwohner oder 1,35 Millionen Euro insgesamt lasten gegen Ende des Jahres auf dem Haushaltssäckel. Die Personalkosten bewegten sich mit 27,2 Prozent der Ausgaben im Verwaltungshaushalt (Einzelpläne null bis acht) auf dem durchschnittlichen Niveau der Jahre 2013 bis 2017. Auf der Einnahmenseite kann das Minus bei der Gewerbesteuer wohl durch einen höheren Anteil der Einkommensteuer ausgeglichen werden. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer sind im Entwurf mit 320 Prozent angegeben. Ein finanzieller Puffer ist durch vorsichtige Schätzungen der Zuweisungen und Umlagen eingeplant.

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