Repperndorf

60 Jahre Posaunenchor zur Ehre Gottes

Der Posaunenchor Repperndorf feierte 60-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert und einem ökumenischen Familien- und Festgottesdienst in der Kirche St. Laurentius. Der Festgottesdienst wurde von Pfarrerin Doris Bromberger und Gemeindereferentin Erika Gerspitzer von der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig zelebriert.
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Der Posaunenchor Repperndorf unter der Leitung von Lutz Baumann füllte bei seinem Jubiläumsgottesdienst den gesamten Chorraum der St. Laurentiuskirche. Foto: Gerhard Bauer

Der Posaunenchor Repperndorf feierte 60-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert und einem ökumenischen Familien- und Festgottesdienst in der Kirche St. Laurentius. Der Festgottesdienst wurde von Pfarrerin Doris Bromberger und Gemeindereferentin Erika Gerspitzer von der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig zelebriert.

Pfarrerin Bromberger interpretierte in ihrer Predigt die Tonlagen C-E-G. C-E-G stehe für "Chor zur Ehre Gottes". 60 Jahre seien daher Grund zur Dankbarkeit für Musik mit Höhen und Tiefen und viele Übungsstunden, das gebe Kraft auch in schwerer Zeit. C-E-G stehe auch für "Chor zur Erbauung der Gemeinde", denn der Posaunenchor begleite durch das Kirchenjahr und im täglichen Leben bei Geburts- und Festtagen. Auf dem Friedhof lasse der Posaunenchor bei Trauer und Abschied die Hoffnung auf ein Wiedersehen in Gottesreich aufkommen. Die musische Mannschaft sei mehr noch als eine Fußballmannschaft auf Einigkeit angewiesen. Bromberger zeichnete die Mitglieder des Posaunenchores für ihre teils langen Mitgliedschaften aus.

Als Obmann des Posaunenchores warf Paul Zimmermann einen Blick in die Annalen und erinnerte an Pfarrer Hans-Jürgen Plessing, der den Posaunenchor 1959 mit sechs Männern gründete. Aus dieser Zeit lebt nur noch Gründungsmitglied Oswald Tränkenschuh, der eigens zur Jubiläumsfeier anreiste. Als Anlass für die Gründung fand Zimmermann die "Sammlung der männlichen Jugend auf dem Boden des evangelischen Bekenntnisses" verzeichnet. 1962 hatte der Chor bereits 15 Bläser mit Chorleiter, Obmann und Ausbilder Plessing in Personalunion. 1982 übernahm Peter Faßold für 37 Jahre die Leitung.

Seit 59 wurden 94 Bläser ausgebildet, bilanzierte der Obmann, der selbst nie locker läss,t Musiker zu finden. Rund 40 Auftritte werden jährlich absolviert, auch bei Festlichkeiten gegen Spenden, mit denen sich der Posaunenchor finanziert. Inzwischen hat Lutz Baumann die Chorleitung übernommen. Tränkenschuh lobte, der Posaunenchor spiele nicht schlechter als früher, habe aber eine größere Besetzung. Drei Wochen nach der Gründung habe die erste Probe stattgefunden, obwohl kaum jemand Noten lesen konnte. Die erste mehrstimmige Probe habe daher auch fürchterlich geklungen.

Der als Chorleiter verabschiedete Peter Faßold erklärte, er habe sich immer bemüht, ein Blechblasinstrument zu erlernen, bald aber die Geduld verloren. Sein Faible seien Saiten- und Holzblasinstrumente. Er sei viel in der Welt herum gekommen, am besten gefalle es ihm aber in Repperndorf. Hier hatte er die Leitung des Posaunenchores vor 37 Jahren probeweise übernommen, da er keine Erfahrung mit Chorleitung hatte.

Eine Aktion der Kindergartenkinder, die vom Posaunenchor gespielte Instrumente anhand ihres Klanges erkennen sollten, unterstrich, dass der Posaunenchor schon im frühen Kinderalter um die Nachwuchs bemüht ist.

Die Kirchengemeinde unterstützte die Jubiläumsfahrt des Posaunenchores mit einer Geldzuwendung, die Pfarrerin Bromberger überreichte. Gemeindereferentin Gerspitzer äußerte sich begeistert zu den musikalischen Leistungen in einem kleinen Ort und gratulierte namens der katholischen Gemeinde zum Jubiläum. Der Posaunenchor hatte am Vortag des Festgottesdienstes ein Jubiläumskonzert mit geistlichem und weltlichem Liedgut. Das Jubiläum fand mit einem Gemeindefest im Umfeld der Kirche seine Fortsetzung.

Die Ehrungen: 45 Jahre: Paul Zimmermann, 44 Jahre: Alfred Queck, 39 Jahre: Lutz Baumann, 37 Jahre: Peter Faßold, 31 Jahre: Manuela Lederer, 30 Jahre: Reinhard Beck, 22 Jahre: Stefanie Wegener  

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