ALBERTSHOFEN

60 000 Wanderer nach Albertshofen gelockt

Warum feiert ein Verein sein 40-jähriges Bestehen im großen Stil? Die Erklärung lieferte der Vorsitzende der Naturwanderfreunde Albertshofen, Thomas Hollenbacher bei der Begrüßung: „Wir wollen Jubiläum feiern, weil wir heute noch rüstig sind und feiern können“.
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39 wandern seit 40 Jahren: Aus dem Gründungsjahr 1973 konnten noch 39 Wandfreunde beim Jubiläum der Naturwanderfreunde Albertshofen geehrt werden. Drei Wanderer sind seit 25 Jahren dabei. Foto Willi Paulus

Warum feiert ein Verein sein 40-jähriges Bestehen im großen Stil? Die Erklärung lieferte der Vorsitzende der Naturwanderfreunde Albertshofen, Thomas Hollenbacher bei der Begrüßung: „Wir wollen Jubiläum feiern, weil wir heute noch rüstig sind und feiern können“.

Warte man zehn Jahre länger, könnten viele Gründungsmitglieder nicht mehr an der Jubiläumsfeier teilnehmen und den Lohn ihrer Aufbauarbeit ernten, so der Gedanke des Vorstandes der Wanderfreunde. Die aktuell 135 Mitglieder, Abordnungen befreundeter Vereine und Ehrengäste füllten die Sporthalle in der Nachbargemeinde Mainstockheim und wurden mit Früh- und Nachbuffet verwöhnt. Bei der Vereinsgründung 1973 war Thomas Hollenbacher zehn Jahre alt.

Sein kürzlich verstorbener Vater Franz Hollenbacher führte den Verein über 30 Jahre lang, bevor Sohn Thomas das Ruder übernahm. Hollenbacher erinnerte daran, dass sich die Wanderfreunde immer dem Gemeinwohl in Albertshofen verpflichtet fühlen, Flurreinigungsaktionen durchführen, zahlreiche Ruhebänke stifteten und unter anderem dem Feuerwehrspielmannszug neue Kleider spendierten.

Auch im Jubiläumsjahr zeigten sich die Wanderer spendabel: 1000 Euro gingen an die Feuerwehr, 500 Euro an die Sanitätsbereitschaft als Dank für die Absicherung der Wandertage. Während der Feier überreichte Hollenbacher Bürgermeister Horst Reuther symbolisch einen 200 Kilogramm schweren neuen Brunnendeckel aus Eichenholz mit Gemeindewappen. Bis sich der Verein vom Dachverband trennte, weil der zu viel in den Verein hineinreden wollte, wurden 20 Internationale Wandertage ausgerichtet, bei denen im Durchschnitt über 3000 Teilnehmen die Wanderstiefel schnürten. Besonders die Amerikaner kamen gerne nach Albertshofen, was einige der Kommandeure auch noch Jahre nach dem Abzug versicherten. Die Amerikaner rückten oft in Kompaniestärke an. „Mehr als 60 000 Wanderer haben unsere Ortschaft und die Albertshöfer Flur erwandert“, so Hollenbacher bei seiner Bildpräsentation über die 40-jährige Vereinsgeschichte. Wenn die Wanderstrecken heute auch nicht mehr so lang sind, so haben die Vereinsaktivitäten nicht nachgelassen. Sie stehen unter dem Motto „Geselligkeit und Freude an der Natur pflegen“. 39 Mitglieder konnte Hollenbacher ehren, die im Gründungsjahr 1973 zum Verein kamen, drei Wanderfreunde sind seit 25 Jahren dabei. Am Sonntag wurde das Jubiläum fortgesetzt mit einem Gottesdienst in der St. Nikolaus-Kirche, Totengedenken am Friedhof und einem Frühschoppen.

Die Geehrten auf einen Blick:

25 Jahre: Zeljko Beber, Christine Mehnert, Inge Reidelbach. 40 Jahre: Jürgen Döllinger, Reinhard Ehrlich, Tilo Gernert, Rainer Gruber, Alfred Hartmann, Lotte Hartmann, Kilian Hettinger, Gerhard Hofmann, Gertrud Hofmann, Manfred Hofmann, Ottmar Höhn, Brigitte Hollenbacher, Thomas Hollenbacher, Adolf Kaffer, Hella Kaffer, Herbert Krißmer, Helene Lamparter, Werner Lenz, Hermann Mengling, Resi Mengling, Doris Müller, Heinz Neubert, Georg Plömpel, Günther Raab, Udo Raab, Horst Reuther, Werner Reuther, Reinhold Sattes, Heinz Schmitt, Leonhard Schmitt, Fritz Schwind, Gerhard Sieber, Gerhard Spiegel, Karola Spiegel, Friedrich Weltner, Erich Will, Horst Zeptner und Friedrich Ziegler.

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