Schwarzach

44 Bauplätze entstehen am Etterswasen

Junge Familien in Schwarzach dürfen bald konkret vom eigenen Zuhause träumen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat zwei neue Baugebiete auf den Weg gebracht.
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Auf diesem freien Acker in Gerlachshausen entsteht im Anschluss an das Baugebiet "An der Aspel II" (im Hintergrund) das Neubaugebiet "Etterswasen II". Im Bild rechts sind die Gärten des Baugebiets "Etterswasen I" und der Ägidiusweg. Foto: Peter Pfannes
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Junge Familien in Schwarzach dürfen bald konkret vom eigenen Zuhause träumen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat zwei neue Baugebiete auf den Weg gebracht. In Gerlachshausen entsteht in zwei Bauabschnitten das Baugebiet "Etterswasen II" mit 44 Bauplätzen. In Schwarzenau erschließt die Gemeinde vier oder fünf Bauplätze entlang des Lerchenbühlwegs. Für "Etterswasen II" stellte das Planungsbüro TIG die Erschließungsplanung und für den Lerchenbühlweg in Schwarzenau die Vorentwürfe vor.

Für Gerlachshausen fasste das Gremium gegen die Stimme von Alois Möslein, der sich für den Notfall eine zweite Zufahrt zum Baugebiet wünschte, den Satzungsbeschluss für die Aufstellung des Bebauungsplanes. Die Arbeiten für die Erschließung des ersten Bauabschnitts werden jetzt durch die Verwaltung ausgeschrieben. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2020, so Bürgermeister Volker Schmitt.

Erschließung für 1,7 Millionen Euro

Die Bauzeit wird auf 15 Monate geschätzt. Die Kosten für die Erschließung des ersten Bauabschnitts mit 24 Bauplätzen schätzt das Planungsbüro auf 1,7 Millionen Euro. In der Kostenschätzung von TIG sind Beweissicherung, Vermessung, Gas-, Breitband- und Stromverlegung, Straßenbeleuchtung und Rettungsgrabungen für Bodendenkmäler nicht enthalten. Die Gesamtfläche des Baugebiets in Gerlachshausen beträgt laut Planer Tobias Schramm (TIG) 32 200 Quadratmeter. Die vorgeschlagenen Grundstücksgrößen variieren im Durchschnitt zwischen 600 und 1000 Quadratmeter - für Ratsmitglied Stephan Schielke "einfach zu groß".

Die neuen asphaltierten Erschließungsstraßen haben eine Breite von 6,5 Meter und werden als verkehrsberuhigter Bereich (Spielstraße) analog dem benachbarten Baugebiet "An der Aspel II" angelegt. Für die Kreuzungsbereiche sieht Schramm Pflasterungen vor. Wechselseitig werden Längsparkplätze mit Pflanzinseln als verkehrsberuhigende Maßnahme installiert. Der Kreisverkehr an der Zufahrt zum Baugebiet hat einen Außenradius von 13 Metern. Der Innenkreis soll mit einer konischen Erhöhung in der Mitte gepflastert werden, damit die Randbereiche noch für größere Fahrzeuge überfahrbar sind.

Die Trinkwasserversorgung ist laut Schramm kein Problem. Das Neubaugebiet wird an die bestehende Leitung in der Dimbacher Straße angeschlossen. Eine neue Ringschlussleitung über den östlichen Fußweg zum Ägidiusweg bis hin zum Feuerwehrhaus soll die Versorgungssicherheit gewährleisten. Die Abwasserbeseitigung erfolgt laut Schramm größtenteils im Trennsystem. Das Oberflächenwasser wird über das Regenrückhaltebecken in der nordwestlichen Ecke des Baugebietes in den Etterswasengraben abgeleitet.

Hochwasserkonzept vorgestellt

Entwürfe für das neue Hochwasser- und Rückhaltekonzept der Dorfschätze-Gemeinden stellte Susanne Kaselow vom Büro BGS Wasser aus Darmstadt vor. 14 Standorte für Rückhaltebecken vor allem an den Oberläufen von Castell- und Silberbach wurden vorgeschlagen. Für Schwarzach ermittelte das Büro ein Rückhaltebecken in Düllstadt mit einem Beckenvolumen von 86 000 Kubikmeter, einem zwei Meter hohen Damm und Kosten von zwei Millionen Euro, die vom Wasserwirtschaftsamt mit etwa 70 Prozent gefördert werden. Der Gemeinderat fasste einstimmig einen Grundsatzbeschluss, in Düllstadt kein "teures" Becken zu errichten, sondern vielmehr Oberlieger-Gemeinden bei deren Hochwasserschutz finanziell zu unterstützen.

Genehmigt hat das Gremium den Bau einer Flutlichtanlage am Sportplatz der SpVgg Münsterschwarzach-Gerlachshausen an der Schleuse in Gerlachshausen.

Bei der geplanten Generalsanierung der Grundschule Schwarzacher Becken hat der Gemeinderat für die Lieferung der notwendigen Containeranlage den Auftrag an die Firma Adapteo aus Frankfurt vergeben. Bei einer Standzeit von 18 Monaten sind für die Container 458 000 Euro fällig. Die Anschlüsse für Wasser und Knanal erledigt die Firma Schardt-Bau aus Kitzingen.

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