KITZINGEN

400 Flüchtlinge in den Innopark

Die Zahl der Flüchtlinge im Innopark steigt: 2016 sollen rund 400 Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft in der ehemaligen Larson-Kaserne untergebracht werden.
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Neue Unterkünfte: 100 Appartements in diesen zwei Wohnblocks im Innopark in Kitzingen werden nach fast zehn Jahren Leerstand hergerichtet. In den ehemaligen Mannschaftsunterkünften der Larson-Kaserne sollen 400 Flüchtlinge eine vorübergehende Heimat finden. FOTO: Siegfried Sebelka Foto: Sebelka

Die Zahl der Flüchtlinge im Kitzinger Innopark steigt: Im Frühjahr oder Frühsommer 2016 sollen rund 400 Menschen in einer Gemeinschaftsunterkunft in der ehemaligen Larson-Kaserne untergebracht werden. Zählt man die 260 in der bestehenden Notunterkunft dazu, werden dann 660 Flüchtlinge auf dem Gelände des Innoparks leben.

Das bestätigten Johannes Hardenacke, Pressesprecher der Regierung von Unterfranken, und Michael Klos von der Innopark Kitzingen GmbH. Angemietet wurden dafür zwei der einstigen Wohnblocks der US-Armee, so Hardenacke. Die neue Unterkunft für Flüchtlinge, die aus Erstaufnahmeeinrichtungen kommen und längerfristig eine (Zwischen-)Heimat erhalten sollen, wird derzeit vorbereitet.

Bislang betreibt das Landratsamt auf dem Innopark-Gelände eine Notunterkunft. In der einstigen Bibliothek seien derzeit 260 Flüchtlinge untergebracht. Unter anderem aus dieser Notunterkunft, die nach letztem Sachstand mindestens eineinhalb Jahre bestehen bleiben soll, könnten die künftigen Bewohner der Wohnblocks kommen. Wie Klos sagte, handelt es sich um zwei Blocks mit je 50 Ein-Zimmer-Appartements. „Die stammen aus dem Jahr 1984 und sind voll ausgestattet“, so Klos, einschließlich Nasszelle, Toiletten und Einbauschränken. Dazu kommen die Gemeinschaftsräume.

Wie Klos weiter sagte, werden die seit fast zehn Jahren leer stehenden Gebäude derzeit für die neue Verwendung vorbereitet. Wie lange diese Arbeiten dauern werden, konnte Klos mit Blick auf mögliche „Überraschungen“ nach dem langen Leerstand nicht sagen. Frühestens zum 1. April, „eher aber im Sommer 2016“, sollen die Gebäude bezugsfertig sein und an den Freistaat übergeben werden.

Bis dahin wird es auch eine neue Zufahrt zu den Blocks geben. Gegenüber dem ehemaligen Gasheizwerk der Licht-, Kraft- und Wasserwerke an der Zufahrt zum Golfclub wird eine Straße zu den Wohnblocks führen. Die ist dann weiterhin durch einen Zaun von dem gesicherten Bereich mit den Gewerbebetrieben getrennt.

Nach den jüngsten Zahlen leben derzeit insgesamt gut 1000 Flüchtlinge im Landkreis Kitzingen. 650 davon sind in der Stadt Kitzingen untergebracht. Die Zahl wird sich im kommenden Jahr um 400 erhöhen.

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