MAINBERNHEIM

40 Grundstücke im Langwasen

Eine Straßenbreite von sieben Metern, drei Grundstücke im Mischgebiet und 37 im allgemeinen Wohngebiet – so sieht das Baugebiet Langwasen aus - vermutlich.
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Zwei Baukräne stehen auf der Baustelle des Neubaus der Lohrer Stadthalle. Der Ausleger der größeren der beiden befindet sich in einer Höhe von knapp 44 Metern. Der Kran selbst ist nochmal rund zwölf Meter höher. Die Kräne, die bei der Anschaffung rund 500.000 Euro kosten, können an der Spitze des Auslegers Lasten von bis zu 4,3 Tonnen tragen. Ein Bild zeigt die selbst in der Baustellentoilette aushängende Regelung zu den Handzeichen, mit denen die Bauarbeiter am Boden den Kranführern Signale geben. Baukran Foto: Johannes Ungemach

Eine Straßenbreite von sieben Metern, drei Grundstücke im Mischgebiet und 37 im allgemeinen Wohngebiet – Martina Wieland vom Ingenieurbüro Röschert stellte den Mainbernheimer Stadträten am Donnerstag die überarbeitete Bebauungsvariante für das Baugebiet Langwasen vor.

Das Baugebiet soll verkehrsberuhigt sein. Ein Spielplatz wird im benachbarten Bereich „Am Strickenweg“ eingeplant, wo das Baugebiet später erweitert werden kann. Im allgemeinen Wohngebiet des Langwasen wird es 27 kleinere Bauplätze geben, zehn haben eine Fläche von mehr als 900 Quadratmetern. Elf der 14 anwesenden Räte billigten den Bebauungsplan mit wenigen Änderungen, etwa zur Grundflächen- bzw. Geschossflächenzahl.

Diskussion

Im gesamten Baugebiet sind kleinere Grünflächen eingeplant. Es entspann sich eine Diskussion, ob diese Flächen im Eigentum der Stadt bleiben sollen oder an die Grundstückseigentümer mit veräußert werden sollen. Die Befürchtung: Wenn die Grünstreifen verkauft werden sei nicht garantiert, dass diese von den neuen Eigentümern auch bepflanzt werden. Oskar Münzer (SPD) schlug vor, die Grundstücke im Eigentum der Stadt zu belassen, um dies sicher zu stellen.

Martin Reinhart (FWG) wendet ein: „Das sind rund 200 000 Euro Kosten für die Stadt, wenn wir die Grundstücke nicht mitverkaufen.“ Das Gremium entschied sich mit neun von 14 Stimmen für den Vorschlag von Christian Zimmermann (CSU), dass die Grünstreifen mit den Grundstücken verkauft, aber von der Stadt bepflanzt werden.

Dachneigung im Mischgebiet

Die Dachneigung für die Bebauung auf den drei Grundstücken im Mischgebiet war ebenfalls Thema. Fünf Räte der SPD hätten gerne die Freigabe der Neigung bis fünf Grad beschlossen. „Ich wäre vorsichtig, das freizugeben. Wenn ein Bauantrag mit außergewöhnlichen Formen kommt, findet man eine Lösung“, sagte Bürgermeister Peter Kraus dazu. Der Vorschlag, dass im Mischgebiet grundsätzlich die gleichen Vorgaben gelten wie für das allgemeine Wohngebiet (25 bis 52 Grad Dachneigung), fand am Ende mit neun Befürwortern die Mehrheit.

Mit jeweils einer Gegenstimme entschied sich der Stadtrat außerdem für die frühzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden.

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