Rödelsee

33. Schwanberger Jugendforum: Schutz des Kindes im Fokus

Zum 33. Mal lud der Kreisjugendring Kitzingen Mitarbeiter der Jugendarbeit und Jugendhilfe, Vertreter von Kindergärten und Schulen sowie Verantwortliche aus Kommunalpolitik und Verwaltung zu einem Themenabend ein.
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Gut besucht war das 33. Schwanberger Jugendforum. Foto: Margit Fragmeier

Zum 33. Mal lud der Kreisjugendring Kitzingen Mitarbeiter der Jugendarbeit und Jugendhilfe, Vertreter von Kindergärten und Schulen sowie Verantwortliche aus Kommunalpolitik und Verwaltung zu einem Themenabend ein. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, lautete in diesem Jahr der Titel „Hilferufe spüren – und jetzt?“. Dabei ging es um die Frage: Welche Faktoren sind es, die es Kinder und Jugendlichen erleichtern, Hilfe bei sexueller Gewalt in Anspruch zu nehmen? Der vollbesetzte Saal zeigte, dass das Thema akutell ist.

Seit mehr als zehn Jahren ist Prävention gegen sexuelle Gewalt ein Schwerpunkt der Arbeit des Kreisjugendrings. Zusammen mit der Bayerischen Sportjugend (BSJ), dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und jungStil – Jugendarbeit der Stadt Kitzingen werden regelmäßig Mitarbeiterschulungen oder das Theaterprojekt „Hau ab!“ mit Lehrerfortbildung und Elternabende an Grundschule angeboten.

Das Schwanberger Jugendforum griff den sehr schwierigen und heftig diskutierten Aspekt des Umgangs mit Kinder und Jugendlichen im Verdachtsfall oder bei Offenlegung eines sexuellen Missbrauchs auf. Referentin des Abends war Elisabeth Kirchner, Psychologische Psychotherapeutin und Mitarbeiterin bei Wildwasser Würzburg e.V., Beratungsstelle und Verein gegen sexuelle Gewalt bei Mädchen und Frauen.

In ihrem ermutigenden Vortrag verband Kirchner die wichtigsten Maßnahmen der Erwachsenen bei Verdacht oder Offenlegung mit anschaulichen Beispielen. Eindringlich erklärte die Referentin, dass Kinder und Jugendliche die Hilfe der Erwachsenen brauchen. Erwachsene sind aber nur dann in der Lage richtig zu helfen, wenn sie sich mit der Problematik auseinandersetzen und wenn sie sexuelle Übergriffe auch im vertrauten Umfeld für möglich halten.

Alle Maßnahmen der Erwachsenen müssen in erster Linie auf den Schutz des Kindes oder des Jugendlichen ausgerichtet sein. Unterstützung bekommen Erwachsene bei Beratungsstellen, heißt es weiter. Diese Beratungen kosten nichts außer eine Stunde Zeit. Die anschließende Diskussionsrunde zeigte, wie intensiv sich die Zuhörer mit den Problemen der sexuellen Übergriffe und deren Offenlegung beschäftigen. Voll des Lobes bedankten sich die Moderatorin Susanne Müller und zahlreiche Besucher bei der Referentin.

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