„Ein außergewöhnlich guter und starker Jahrgang erhält heute seine Zeugnisse“, sagte Herbert Lang, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und der Landwirtschaftsschule Schweinfurt, bei einer Feierstunde in Giebelstadt.

32 Prüflinge aus den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Kitzingen und Würzburg sind im Juli 2013 zur Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Landwirt angetreten, 31 schlossen erfolgreich ab. Das sei ein tolles Ergebnis, würdigte Lang. Davon haben 25 junge Menschen die klassische dreijährige Ausbildung durchlaufen, sechs schlugen den sogenannten bilateralen Weg ein, gingen zwei Winter in die Schule und absolvierten Praxistage im Frühjahr und Sommer.

Von den frischgebackenen Junglandwirten werde nun Verantwortung für die Umwelt und die Zukunft der nachfolgenden Generationen erwartet. Die Erwartungshaltung an die Landwirtschaft sei enorm hoch und gehe weit über die Produktion von Nahrungsmitteln hinaus. Mit ihr steige aber auch die Wertschätzung für den Beruf des Bauern.

Und nicht nur das. Auch das Interesse an der Ausbildung zum Landwirt boomt wieder. Derzeit besuchen 57 junge Menschen das Berufsgrundschuljahr in Ochsenfurt und Schweinfurt. Laut Lang die höchste Zahl seit 1988, allerdings kein Vergleich mit 1984, als es 132 Berufsanfänger gab. Im Gegenzug sei auch die Nachfrage nach gut ausgebildeten Landwirten riesig.

„Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs für diesen anspruchsvollen Beruf, als Hofnachfolger und Mitarbeiter in den Betrieben“, machte der Behördenleiter deutlich. Aktuell bewirtschaften 5059 Bauernhöfe in der Region die 174 000 Hektar landwirtschaftliche Fläche.

„Ihr habt es geschafft, ihr habt eine bodenständige Ausbildung in einem der vielseitigsten und schönsten Berufe dieser Welt absolviert“, meinte Hermann Brell, BBV-Obmann im Landkreis Würzburg. Das Wichtigste sei die Freude an diesem Beruf und junge Leute sollten ihre Berufswahl nicht von einem eigenen Betrieb abhängig machen, sondern von ihrer Neigung, meinte Andreas Maier, Leiter des AELF Würzburg.

Mit einer durchschnittlichen Gesamtnote von 2,65 hat der Jahrgang 2013 abgeschnitten, das sei sehr gut, lobte Martin Mack, Ausbildungsberater Landwirtschaft für den Bereich Unterfranken.

Schriftlich geprüft wurden landeseinheitlich die Fächer Pflanzenbau, tierische Erzeugung und Wirtschafts- und Sozialkunde in je 90 Minuten. Die praktischen Prüfungen fanden auf zehn Betrieben in der Region statt.

„Wir sind stolz auf Euch“, sagte auch Norbert Dazian von der Berufsschule Ochsenfurt. Nicht leicht sei vor allem das erste Jahr der dreijährigen Ausbildung gewesen, das sogenannte Berufsgrundschuljahr. „Vier Tage zu je zehn Stunden Unterricht pro Woche, dazu ein Praxistag – wer das aushält, den haut so schnell nichts um“, sagte der Lehrer. Aber nicht nur Lehrer und Ausbilder waren stolz auf das Erreichte, sondern auch die Schüler selbst. Und so kommentierten die beiden Klassenbesten Paul Lutz und Andreas Köhler: „Wir haben den Absprung geschafft.“

Die erfolgreichen Landwirte

Aus dem Landkreis Würzburg:

Paul Lutz (Gaukönigshofen), Katharina Beck (Theilheim), Benedikt Engert (Gaubüttelbrunn), Julian Hofmann (Giebelstadt), Matthias Mitnacht (Würzburg-Lengfeld), Brian Weber (Rottendorf), Sebastian Dürr (Gaukönigshofen), Harald Fischer (Unterpleichfeld).

Aus dem Landkreis Main-Spessart: Andreas Köhler (Retzstadt), Lisa Geis (Heßdorf), Daniel Schwab (Esselbach), André Leimeister (Urspringen).

Aus dem Landkreis Kitzingen:

Fabian Zeißner (Dettelbach), Klaus Dappert (Repperndorf), Johannes Eberth (Bibergau), Sebastian Hack (Effeldorf), Florian Kreis (Reupelsdorf), Jenny Vogt (Prichsenstadt), Andreas Weberbauer (Biebelried), Manuel Schmitt (Bibergau).

Aus dem Landkreis Aschaffenburg:

Sarah Blank (Jakobsthal), Mathias Hock (Aschaffenburg).

Aus dem Landkreis Miltenberg:

Simon Hörst (Wörth am Main), Daniel Janson (Dornau), Lukas Reis (Sulzbach).

Außerdem:

Peter Scheuenstuhl (Dietenhofen, Landkreis Ansbach), Alexander Schmidt (Kipfenberg, Landkreis Eichstätt), Christopher Schwab (Amberg, Landkreis Amberg-Sulzbach), Dominik Worm (Creglingen, Baden-Württemberg), Stephan Ruhl (Weikersheim, Landkreis Main-Tauber), Christoph Findling (Borken, Hessen). Text: ww