KITZINGEN

300 Genossen braucht das Roxy

Der erste Schritt für die Wiederbelebung des Kitzinger Roxy-Kinos ist getan: Neun Filmkunst-Fans haben einen Förderverein gegründet. Der braucht noch Rückenwind.
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Die Führungsmannschaft des frisch gegründeten Fördervereins Roxy Kino in Kitzingen: (von links) Anke Schunk (stellvertretende Vorsitzende), Michael Schmitt (Schatzmeister), Christine Jenike (Vorsitzende), und Tanja Viehbeck (Schriftführerin). Foto: Foto: Eva Dierichs-Schmitt
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Der erste Schritt für die Wiederbelebung des seit 2007 geschlossenen Kitzinger Roxy-Kinos ist getan: Neun engagierte Filmkunst-Fans haben am vergangenen Montag den Förderverein Roxy Kino gegründet. Eine Satzung sei beschlossen und ein Vorstand gewählt worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Gründung des Vereins, der sich nach eigener Darstellung der „Förderung von Kunst und Kultur mit dem Schwerpunkt Filmkunst“ verschrieben hat, ist der erste Schritt, um die Tore des Roxy wieder öffnen zu können. Das finanzielle Fundament soll eine Genossenschaft bilden, die der Förderverein in den nächsten Wochen gründen will.

Rund 300 Mitglieder würden angestrebt, die mit einer Mindesteinlage von hundert Euro mögliche Renovierungsarbeiten bezahlbar machen, so die Pressemitteilung. Daneben sollen die Kino-Genossen den Betrieb des Roxy ehrenamtlich unterstützen. Wie das Ganze realisiert werden soll, wird laut Förderverein in einer eigenen Veranstaltung vorgestellt.

Klare Vorstellungen hat der Verein allerdings von der Zukunft des Roxy. Es solle als „Programmkino eine Vielfalt von cineastischen Möglichkeiten bieten – abseits vom Mainstream, aber nicht jenseits der Interessen eines breit gestreuten Publikums“.

Angedacht als Angebot seien unter anderem ein junges Kino für Kinder, Teenies und die „Generation 14 plus“. Filmklassiker, Avantgardefilme, Dokumentarfilme und Schulkinowochen könnten ebenfalls im neuen alten Roxy zu sehen sein, dazu Kultfilme und solche, die es werden könnten. Die breite Palette sollen ein Fremdsprachenkino und spezielle Themenwochenenden, Gespräche mit Regisseuren, Filmemachern und Schauspielern abrunden, so der Pressetext.

Das Kino soll nach den Ideen des Vereins aber nicht nur Kino sein. So könnten die beiden Räume der Einrichtung auch für besondere Anlässe gemietet werden. Veranstaltungen mit anderen kulturellen Einrichtungen der Stadt und des Landkreises seien angedacht. Erste Kontakte mit Regisseuren, Akteuren, Verleihfirmen und Institutionen sind geknüpft, schreibt der Verein.

Was jetzt noch fehlt, sei die Einigung mit Eigentümer Wolfram Kamm und dem Kitzinger Bauamt. Dabei geht es unter anderem um Sicherheitsvorkehrungen auf aktuellem Niveau, vor allem beim Brandschutz.

Was der Verein schon hat, ist eine Führungsmannschaft. Christine Jenike ist die Vorsitzende, Anke Schunk ihre Stellvertreterin. Michael Schmitt ist Schatzmeister, Tanja Viehbeck Schriftführerin. Die drei Initiatoren des Fördervereins – Jenike, Schmitt und Schunk – haben sich eigene Arbeitsschwerpunkte gesetzt. Um rechtliche und wirtschaftliche Fragen kümmert sich – laut Pressemitteilung – Michael Schmitt, um Inhalte und Programmgestaltung des Kinos Christine Jenike und den Part des Vertriebs und des Marketing übernimmt Anke Schunk.

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