KITZINGEN

30 Jahre als Missionarin in Japan

Elsbeth Strohm hat am Donnerstag ihren 95. Geburtstag gefeiert. Die Missionarin blickt auf ein spannendes Leben zurück.
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30 Jahre als Missionarin in Japan
hat am Donnerstag in Kitzingen ihren 95. Geburtstag gefeiert. Die Missionarin, die 30 Jahre in Japan gewirkt hat, blickt auf ein spannendes Leben zurück. Jetzt lebt sie, geistig fit und bis auf die Knie auch körperlich gut beieinander, seit zwölf Jahren im Seniorenheim Mainblick. Dort hat sie Oberbürgermeister Siegfried Müller besucht und die Glückwünsche der Stadt Kitzingen überbracht. Der OB ist auf eine Frau getroffen, aus der es nur so heraussprudelt, wenn sie aus ihren Leben erzählt. Das begann in Fleinheim im Kreis Heidenheim an der Brenz in Württemberg. Als ältestes von zehn Geschwistern aus einem Elternhaus mit vielen Wechseln und Brüchen war sie von Anfang an gefordert. Sie besuchte eine Missionsschule, wurde zur Gemeindehelferin ausgebildet. Sie sammelte erste Erfahrungen in der sogenannten Mitternachtsmission, der Arbeit mit Prostituierten. 1953 führte sie der Weg schließlich nach Japan. Was sie dort nach vielen Schwierigkeiten und gegen viele Widerstände erreicht hat, lässt sich auf der Homepage der evangelischen Kreuzkirche Tokyo nachlesen (www.kreuzkirche-tokyo.jp): Das Diakonie-Center „Kibo no Ie“ (Haus der Hoffnung und Freude) wurde 1973 im Tagelöhner-Viertel Kamagasaki der über acht Millionen Einwohner zählenden Stadt Osaka von der deutschen Missionarin Elsbeth Strohm gegründet. Elsbeth Strohm hat 30 Jahre in Japan gelebt und gearbeitet, von 1962 bis 1983 im Stadtteil Kamagasaki. Zu Beginn ihrer Tätigkeit in Kamagasaki hatte sie eher unfreiwillig ein „Baby-Center“ im angrenzenden Viertel von Kamagasaki aufgebaut, das heute eine Einrichtung zur nachschulischen Betreuung von Schülern namens „Strohm-Kinen-Kodomo-Center“ ist. Die Anfänge der Beratung von Alkoholkranken und Durchführung der wöchentlichen Gruppensitzung nach dem Prinzip der Selbsthilfe für Suchtkranke liegen im Baby-Center, so die Homepage. Elsbeth Strohm ist 1983 nach Deutschland zurückgekehrt, in die Evangelische Landeskirche in Braunschweig. Sie hat mit 75 Jahren angefangen, Shiatsu zu lernen. Mit 80 hat sie das Examen in der japanischen Körpertherapie gemacht. Eine eigene Shiatsu-Praxis auf dem Schwanberg folgte. Enge Kontakte zur Communität Casteller Ring machten das möglich. „Ich konnte Menschen helfen, heilen mit Gesprächen und Berührungen“, sagt sie über die Zeit. Ein Zeckenstich setzte der Massage-Praxis ein Ende.

hat am Donnerstag in Kitzingen ihren 95. Geburtstag gefeiert. Die Missionarin, die 30 Jahre in Japan gewirkt hat, blickt auf ein spannendes Leben zurück. Jetzt lebt sie, geistig fit und bis auf die Knie auch körperlich gut beieinander, seit zwölf Jahren im Seniorenheim Mainblick. Dort hat sie Oberbürgermeister Siegfried Müller besucht und die Glückwünsche der Stadt Kitzingen überbracht.

Spannendes Leben

Der OB ist auf eine Frau getroffen, aus der es nur so heraussprudelt, wenn sie aus ihren Leben erzählt. Das begann in Fleinheim im Kreis Heidenheim an der Brenz in Württemberg. Als ältestes von zehn Geschwistern aus einem Elternhaus mit vielen Wechseln und Brüchen war sie von Anfang an gefordert. Sie besuchte eine Missionsschule, wurde zur Gemeindehelferin ausgebildet. Sie sammelte erste Erfahrungen in der sogenannten Mitternachtsmission, der Arbeit mit Prostituierten.

1953 nach Japan

1953 führte sie der Weg schließlich nach Japan. Was sie dort nach vielen Schwierigkeiten und gegen viele Widerstände erreicht hat, lässt sich auf der Homepage der evangelischen Kreuzkirche Tokyo nachlesen (www.kreuzkirche-tokyo.jp): Das Diakonie-Center „Kibo no Ie“ (Haus der Hoffnung und Freude) wurde 1973 im Tagelöhner-Viertel Kamagasaki der über acht Millionen Einwohner zählenden Stadt Osaka von der deutschen Missionarin Elsbeth Strohm gegründet.

30 Jahr gelebt und gearbeitet

Elsbeth Strohm hat 30 Jahre in Japan gelebt und gearbeitet, von 1962 bis 1983 im Stadtteil Kamagasaki. Zu Beginn ihrer Tätigkeit in Kamagasaki hatte sie eher unfreiwillig ein „Baby-Center“ im angrenzenden Viertel von Kamagasaki aufgebaut, das heute eine Einrichtung zur nachschulischen Betreuung von Schülern namens „Strohm-Kinen-Kodomo-Center“ ist. Die Anfänge der Beratung von Alkoholkranken und Durchführung der wöchentlichen Gruppensitzung nach dem Prinzip der Selbsthilfe für Suchtkranke liegen im Baby-Center, so die Homepage.

Rückkehr nach Deutschland

Elsbeth Strohm ist 1983 nach Deutschland zurückgekehrt, in die Evangelische Landeskirche in Braunschweig. Sie hat mit 75 Jahren angefangen, Shiatsu zu lernen. Mit 80 hat sie das Examen in der japanischen Körpertherapie gemacht. Eine eigene Shiatsu-Praxis auf dem Schwanberg folgte. Enge Kontakte zur Communität Casteller Ring machten das möglich. „Ich konnte Menschen helfen, heilen mit Gesprächen und Berührungen“, sagt sie über die Zeit. Ein Zeckenstich setzte der Massage-Praxis ein Ende.

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