CASTELL

28. Schwanberglauf: 1100 Teilnehmer und zufriedene Gesichter

Ohne Rekorde auf hohem Niveau - diese wenige Worte bringen die 28. Auflage des Schwanberglaufs auf den Punkt. Auch wenn sich Katrin Volk von der RSG Würzburg noch so anstrengte, der Frauen-Streckenrekord wackelte zwar, fiel aber nicht.
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Schwanberglauf 2011
Foto: Foto: Robert Haass

Ohne Rekorde auf hohem Niveau - diese wenige Worte bringen die 28. Auflage des Schwanberglaufs auf den Punkt. Auch wenn sich Katrin Volk von der RSG Würzburg noch so anstrengte, der Frauen-Streckenrekord wackelte zwar, fiel aber nicht. Bei den Männern wiederholte der Würzburger Philipp Zabel seinen Vorjahreserfolg in persönlicher Bestzeit, doch der Streckenrekord von Manuel Stöckert (Hausen/Rhön) blieb absolut unangetastet. Die Teilnehmerzahl bildete ebenfalls keinen Rekordwert, doch knapp 1100 Teilnehmer stellten die Cheforganisatoren Wolfgang Karmann und Norbert Henneberger sehr zufrieden.

„Wir hätten gerne 250 Euro ausgezahlt“, verriet Georg Will, der als Mitglied des Organisationsteams und Streckensprecher fungierte. KatrinVolk gewann die Frauenwertung mit großem Vorsprung und landete ihren dritten Sieg in Folge über die rund elf Kilometer lange Distanz vom Rödelseer Tor in Iphofen bis zum Ziel im Schlosspark des Casteller Fürstenhauses. Katrin Volk hatte mit einem Auge schon auf den zwölf Jahre alten Rekord von Monika Hampel spekuliert, „doch irgendwann wurden die Beine schwer“, gab die Lehrerin am Marktbreiter Gymnasium zu.

Die 33-Jährige siegte in 44,10 Minuten unangefochten vor Kerstin Lutz vom TSV Burghaslach und Sybille Böhm vom TV Ochsenfurt, als Beste aus dem Kitzinger Landkreis zeichnete sich Conny Stänicke von der TG Kitzingen auf Rang sieben aus. Dass Katrin Volk den Rekord nicht zu knacken vermochte, überraschte sie selbst nicht. Denn sie ist vordergründig Radrennfahrerin bei der RSG Würzburg und läuft Marathons. Eher selten mischt sie bei Volksläufen mit wie beim Schwanberglauf, „der mein Lieblingslauf ist“, wie die gertenschlanke Sportlerin versicherte.

Bei den Männern war der alte ebenfalls der neue Sieger, verteidigte doch der Würzburger Philipp Zabel seinen Vorjahrestitel. Von Iphofen aus den Schwanberg hoch, hatte anfangs Detlev Uhl von der TG Kitzingen den Ton angegeben, doch ab Kilometer drei zeigten ihm Zabel und Simon Siegel (TSV Gerbrunn) die Hacken. Die Bergab-Passagen behagen Uhl nicht, weswegen er noch bis auf den sechsten Platz durchgereicht wurde, im Ziel gefolgt vom Altenschönbacher Bernd Dornberger. Zabel siegte mit über einer Minute Vorsprung, auf den Plätzen zwei bis vier lagen  Simon Siegel, Jürgen Wittmann (TSV Burghaslach) und Martin Niedermeier (ohne Verein) binnen nur drei Sekunden. Die Läufer der Spitzengruppe sprachen von einem „dankbaren Wetter“ wegen nicht so heißer Temperaturen und sie liefen reihenweise persönliche Bestzeiten.

Die Organisatoren Norbert Henneberger und Wolfgang Karmann überreichten zusammen mit Erbgraf Ferdinand zu Castell-Castell Sachpreisen an die besten der einzelnen Klassen und für besondere Leistungen. Aller Ehren wert ist die Leistung des Schwarzachers Klaus Hornig, der als einziger alle 28 Auflagen des Schwanberglaufs absolvierte. „Vielleicht gebe ich andern ja ein Vorbild“, ließ der 76-Jährige von der Sparkassen-Sportgruppe am Freitag anklingen und wirkte im Ziel weit weniger ausgelaugt als viele jüngere Läufer. Dass seine glänzende Vorstellung vom Krankenhauslauf keine Eintagsfliege war, bewies Jan Rabe von der FG Marktbreit-Martinsheim. Denn der Elfjährige gewann die Schülerwertung in der bemerkenswerten Zeit von 50,06 Minuten und verdiente  sich großen Applaus. Den Preis des jüngsten Teilnehmers sicherte sich derweil der achtjährige Casteller Hans Oertel. Unter den vielen Kindern und Jugendlichen tummelten sich auch fünf Enkelkinder von Albrecht Fürst zu Castell-Castell, der stolz den Zieleinlauf seiner Enkel verfolgte.

Der Preis für die größte Firmengruppe ging mit 85 Teilnehmern an die Laufgruppe des Unternehmens Knauf. Conny Stürmer nahm den Gutschein für 50 Liter Bier entgegen und spendete den Gerstensaft sofort an die Helferschar der Großveranstaltung weiter. In der Vereinswertung lag wieder einmal der TV Ochsenfurt vorne, der wie schon so oft mit Masse und Klasse beim Schwanberglauf aufwartete.

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