RÖDELSEE

25 Jahre ökumenischer Kindergarten

Ein viertel Jahrhundert ist es her, dass aus zwei Kindergärten in Rödelsee einer wurde. Das wurde jetzt gefeiert.
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Allen Grund zum Feiern gab es am Freitag für die Rödelseer und Fröhstockheimer. Seit 25 Jahren gibt es den ökumenischen Kindergarten. Nach dem Festakt im Schloss standen die Kinder beim großen Fest im Schlosspark im Mittelpunkt und natürlich war das Jubiläum das Hauptthema. Foto: Foto: Winfried Worschech

„Kinder, Eltern, alle Leut, feiern Kindergarten heut, ökumenisch – wunderbar, 25 schöne Jahr“. Nach der Melodie „Auf der schwäbsche Eisebahne“ und zur Musik der Rödelseer Winzerkapelle sangen die Festgäste begeistert mit, die beim 25-jährigen Bestehen des ökumenischen Rödelseer Kindergartens mitfeierten.

Der festliche Reigen begann am Freitagnachmittag mit Ansprachen und Musik im Schloss und setzte sich dann mit einem großen Kindergartenfest im Schlosspark fort.

Herzensangelegenheit

Bürgermeister Burkard Klein freute sich bei seinen Begrüßungsworten über Ehrengäste, Verantwortliche und Elternbeirat des Kindergartens und viele, denen der Kindergarten am Herzen liegt. Er forderte dazu auf, sich an die Kindergartenzeit zu erinnern, „die auch mit vielen Kinderliedern, wie zum Beispiel drei Chinesen mit dem Kontrabass, verbunden ist“.

Der Zeit voraus?

Die Gründung des ökumenischen Kindergartens vor 25 Jahren führte er auch darauf zurück, dass die Rödelseer und Fröhstockheimer in manchen Dingen ihrer Zeit voraus waren: „Respekt und Dank an die Gründerväter und -mütter dieser sinnvollen und in die Wirklichkeit umgesetzten Idee, für die es nicht nur Befürworter gab“. Der Bürgermeister bezeichnete es als „revolutionär“, was damals die beiden Kirchengemeinden zusammen mit den politisch Verantwortlichen schufen, „und seit 25 Jahren ist es selbstverständlich, dass sich etwa 500 Kinder im Kindergarten kennen lernten und Beziehungen, Verbindungen und Freundschaften entstanden“.

Rasante Entwicklung

In diesen Jahren habe sich auch die Entwicklung zu einer pädagogisch hochwertigen Kindertagesbetreuung fortgesetzt, verbunden mit steigenden Ansprüchen der Eltern und der Reaktion der Politik auf gesellschaftliche Veränderungen. Umso mehr sei es angebracht, denen zu danken, die mit dem Kindergarten und den Kindern verbunden seien. Der besondere Dank des Bürgermeisters galt dabei dem Kindergartenteam für die Bewältigung verschiedensten Aufgaben, angefangen von der liebevollen Betreuung über Vorlesen und Singen bis hin zur Versorgung mit Essen und Getränken und zur Vorbereitung auf die Schule. Ebenso würdigte der Bürgermeister den Einsatz der Vorstandsmitglieder des Trägervereins und des Elternbeirats.

Die Zeit genossen

Rödelsees Weinprinzessin Annika bekannte, dass sie ihre Kindergartenzeit besonders genossen habe „und ich habe mich tatsächlich nicht auf die Schule gefreut“. Dörte Gold, Vorsitzende des Trägervereins und Sprecherin des Elternbeirats, nannte die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat, Kindergartenteam, Elternbeirat und Trägerverein als Grundlage dafür, „dass es so gut läuft“. Sie zeigte sich überzeugt, dass mit der Erfahrung der vergangenen 25 Jahre im Rücken auch neue Anforderungen gemeistert werden können.

Ein Meilenstein

Kindergartenleiterin Andrea Weifenbach sah Liebe, Respekt, Vertrauen und Zuneigung zu den Kindern als Garant dafür, dass man ständigen Änderungen begegnen könne. Der stellvertretende Landrat Robert Finster lobte „die kluge Entscheidung, einen ökumenischen Kindergarten einzurichten“ als Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft. Die gesellschaftliche Entwicklung bringe es mit sich, dass immer mehr Eltern im Berufsleben stünden, „weshalb die Arbeit im Kindergarten mit pädagogisch gut ausgebildetem Personal umso wichtiger ist“.

In diese Kerbe schlug auch MdL Otto Hünnerkopf, der darauf aufmerksam machte, wie wichtig es sei, dass die Rahmenbedingungen nicht nur für die Kindergärten, sondern auch für die Kinderkrippen stimmen.

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