KITZINGEN

2013 war ein gutes Jahr

Die richtigen Weichen sind gestellt. Der Landkreis ist zukunftsfähig. Neue Schulden braucht der Landkreis nicht. 2013 war ein gutes Jahre. Diese Bilanz zieht Landrätin Tamara Bischof in ihrer traditionellen Jahresschlussrede.
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Landrätin Tamara Bischof.

Die richtigen Weichen sind gestellt. Der Landkreis ist zukunftsfähig. Neue Schulden braucht der Landkreis nicht. 2013 war ein gutes Jahre. Diese Bilanz zieht Landrätin Tamara Bischof in ihrer traditionellen Jahresschlussrede.

„Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.“ Dieses alte Sprichwort regt uns alle dazu an, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zufrieden zu sein.

Dass wir in einer lebens- und liebenswerten Region leben, hat das Ergebnis der aktuellen Prognos-Studie gezeigt. Demnach steht unser Kitzinger Land an Platz 98 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten. Vor allem in den Bereichen Dynamik, Wohlstand und Arbeitsmarkt liegen wir weit vorne. Dass wir unsere Position seit 2010 um elf Plätze verbessern konnten, zeigt, dass wir im Landkreis die richtigen Weichen stellen.

Beim Blick auf unsere Kreisfinanzen können wir voller Zufriedenheit bilanzieren: 2013 war ein gutes Jahr! Erstmals seit 40 Jahren kam unser Kreishaushalt ohne neue Schulden aus. In den vergangenen sechs Jahren konnten wir unsere Verbindlichkeiten sogar von 31 Mio. Euro auf jetzt 23,4 Mio. Euro abbauen.

Wir haben aber trotzdem kräftig investiert. Zum Beispiel haben wir unser Staatliches Gymnasium Marktbreit generalsaniert und erweitert und konnten im Oktober die offizielle Einweihung feiern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 12,6 Mio. Euro, so dass voraussichtlich eine Million Euro der genehmigten Kosten eingespart werden können.

Auch in die Kinderbetreuung haben unsere Städte und Gemeinden investiert und so maßgeblich zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz beigetragen. Junge Menschen können so ihren Wunsch nach Kindern in einem familienfreundlichen Umfeld verwirklichen.

Eine wichtige Stütze sind unsere vielen Ehrenamtlichen. Ihnen möchte ich ganz besonders für ihren Einsatz danken, ohne den vieles nicht möglich wäre. Deshalb haben wir 2013 auch die Bayerische Ehrenamtskarte eingeführt und sind von ihrem Erfolg überwältigt. Allein im ersten Jahr gab es fast 1200 Anträge und wir konnten bereits 50 Akzeptanzstellen im Landkreis gewinnen.

Wie wichtig ehrenamtliche Helfer sind, haben wir beim Hochwasser Ende Mai erlebt. Zahlreiche Feuerwehren, Mitglieder des Roten Kreuzes, der Wasserwacht und des THW waren im Einsatz, haben Keller ausgepumpt und betroffene Bürger unterstützt. Herzlichen Dank dafür! Insgesamt wurden 400 000 Euro an Sofortgeld für Hausrat, Landwirtschaft und kleine Gewerbebetriebe ausbezahlt.

Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft haben auch die Sommeracher gezeigt, die den Bundessieg von „Unser Dorf hat Zukunft“ an die Mainschleife und in den Landkreis geholt haben. Unser „Gold-Dorf“ gehört nun zu den schönsten und zukunftsfähigsten Dörfern Deutschlands.

Zukunftsfähig haben wir auch unsere Energiepolitik ausgerichtet. Seit diesem Jahr beschäftigen wir neben einem Flächenmanager auch einen Projektmanager für Energie und Klimaschutz und auch unsere kommunale Abfallwirtschaft lenkt ihren Fokus verstärkt auf diesen Bereich. So haben wir uns entschieden, unsere Biotonnenabfälle ab 2015 in der Vergärungsanlage des Landkreises Schweinfurt verarbeiten lassen. Mit dem dort erzeugten Biogas lässt sich der Strom von 850 Haushalten decken. Zudem erreichen wir eine jährliche CO2 Einsparung von 2100 Tonnen. Unsere Anlage im Klosterforst bleibt zur Kompostierung der Grünabfälle sowie der Aufbereitung holziger Abfälle natürlich erhalten.

Wir können zufrieden sein, denn unser Landkreis ist zukunftsfähig aufgestellt. Bei all den positiven Nachrichten möchte ich aber auch an die Bürger erinnern, die mit Krankheit, Geldsorgen oder anderen Belastungen fertig werden müssen.

Ich denke jetzt am Jahresende auch an die Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt werden und bei uns Schutz suchen. Im Landkreis Kitzingen sind aktuell 125 Asylbewerber untergebracht, für weitere 25 Personen suchen wir bis Ende des Jahres eine dezentrale Unterkunft. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst und hoffen auf Verständnis und Unterstützung bei der Betreuung dieser Menschen durch die Bevölkerung.

Ich danke allen ehrenamtlich Aktiven, den Kreisräten und Bürgermeistern, den Stadt- und Gemeinderäten sowie allen Behörden und Stellen für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2013. Auch allen Mitarbeitern der Landkreisverwaltung und den Einrichtungen des Landkreises gilt mein Dank.

Der Volksmund sagt „Wer sich erinnert, lebt zweimal.“ Ich finde, dies ist ein schönes Motiv für einen Jahresrückblick. Ich hoffe, es ist mir gelungen, einige wenige der erinnerungswerten Momente und Entscheidungen des vergangenen Jahres noch einmal „leben“ zu lassen. Hoffentlich hält das Jahr 2014 viele dieser Momente für uns bereit!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!

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