KITZINGEN

20 neue Mitglieder gewonnen

Weniger ist mehr war das Motto beim Kitzinger Stadtmarketingverein (STMV) im vergangenen Jahr. Der Verein war zwar sehr aktiv, verzichtete aber auf einige Veranstaltungen, um mit den Finanzen hauszuhalten.
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White Dinner: Ganz in Weiß präsentierte sich am Samstagabend die Alte Mainbrücke. Beim White Dinner, zu dem der Kitzinger Stadtmarketingverein eingeladen hatte, genossen 150 Gäste das stilvolle Ambiente vor der Stadtkulisse. Foto: Waltraud Ludwig

Weniger ist mehr war das Motto beim Kitzinger Stadtmarketingverein (STMV) im vergangenen Jahr. Der Verein war zwar sehr aktiv, verzichtete aber auf eine Veran-staltung, um mit den Finanzen hauszuhalten. Ergebnis: Kassier Klaus Roß konnte eine nahezu ausgeglichene Jahresbilanz in der Mitgliederversammlung am Mittwoch vorlegen.

Die Vorsitzende Claudia Biebl ließ die Veranstaltungen wie Weihnachtsmarkt, Stadtfest, Kitzinger Frühling und den Bummeltag Revue passieren. „Das White Dinner wurde super angenommen“, berichtete Biebl von der Premiere auf der Alten Mainbrücke.

„Leerstand zu bewerben, war eine unserer kurzfristigen Aktionen in Leerständen“, sagte Biebl und nannte die Pop-Up-Ausstellung rund um den Mantelsonntag. Einer anderen Art von Leerstand nahm sich der Verein kürzlich mit der Aktion Roxy-Revival an.

Frank Gimperlein sagte, dass der Verein 20 neue Mitglieder gewinnen konnte und jetzt 181 Mitglieder hat. Das Sponsoring sei neu konzipiert und auf die einzelnen Geldgeber zugeschnitten worden.

Biebls Stellvertreter Reiner Straßer rechnete die Besucher bei den Veranstaltungen binnen Jahresfrist auf 36 000 Menschen hoch. Das bedeute eine Kaufkraft für Kitzingen von 900 000 Euro. „Wir haben versucht, organisatorisch schlanker zu werden“, berichtete Straßer. Wie Biebl sagte, habe der Verein beispielsweise die A-cappella-Nacht nicht mehr veranstaltet, was sich auf der Ausgabenseite bemerkbar machte.

Der Verein habe Budget-Gespräche mit dem Stadtrat und Fraktionen geführt mit dem Ziel, mehr Geld für eine personell bessere Ausstattung zu erreichen. „Wir hatten uns mehr gewünscht“, sagte Biebl, die die am Ende bewilligten 8000 Euro zumindest als kleinen Erfolg wertete.

„Die Schexs sind ein ganz wichtiges Thema, weil sie Kaufkraft in Kitzingen halten“, betonte Biebl weiter und kündigte an, das System modifizieren zu wollen. Sie ging auch kurz auf das Projekt „Treibhaus der Ideen“ ein, ein 2014 entworfenes Ideenhandbuch, um die Marke Stadt Kitzingen zu entwickeln.

Ihre Forderung nach Feedback wurde erfüllt. „Ich finde, Sie machen eine Super-Arbeit“, sagte Neumitglied Simone Adler, begleitet von viel Applaus. Sie habe erlebt, dass bei den verkaufsoffenen Sonntagen dank der Aktivitäten des Stadtmarketingvereins mehr Menschen in ihr Geschäft kämen. Am Ende „fühlte“ sich Biebl wie an Weihnachten, nachdem Simone Adler und Helmut Beer ihre Bereitschaft signalisiert hatten, den Verein mit Helfern oder Spenden unter die Arme zu greifen.

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