LANDKREIS KITZINGEN

2,2 Millionen Fahrzeuge in 8000 Stunden gemessen

Im Jahr 2014 kam es auf den Autobahnen im Bereich der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Würzburg-Biebelried zu 7,5 Prozent weniger Unfällen als im Jahr zuvor. 1726 Verkehrsunfälle (Vorjahreszahl: 1867) mussten die Beamten auf den 143 Kilometern der Bundesautobahnen A 3, A 7 und A 81 bearbeiten.
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Weniger Unfälle als 2013: Gut zu tun hatte die Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Würzburg-Biebelried im vergangenen Jahr dennoch, wie ein Blick in die Statistik zeigt. Im Bild der Unfall eines Wohnwagengespanns auf der A 3 bei Helmstadt im September 2014. Foto: Archivfoto: Berthold Diem
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Im Jahr 2014 kam es auf den Autobahnen im Bereich der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Würzburg-Biebelried zu 7,5 Prozent weniger Unfällen als im Jahr zuvor. 1726 Verkehrsunfälle (Vorjahreszahl: 1867) mussten die Beamten auf den 143 Kilometern der Bundesautobahnen A 3, A 7 und A 81 bearbeiten. Wie aus der Jahresstatistik weiter hervorgeht, wurden bei 175 Unfällen mit Personenschaden sechs Menschen getötet und 292 Personen verletzt, 43 davon schwer.

Häufigste Unfallursachen waren, wie auch in den vergangenen Jahren, ungenügender Sicherheitsabstand und nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit.

Auf Stauende aufgefahren

Ein Blick auf die schlimmsten Unfälle: Im April fuhr ein junger Mann auf der A 7 auf ein Stauende auf. Dabei wurden fünf Pkw in den Unfall verwickelt, drei Wagen gerieten in Brand. Eine junge Frau verbrannte in ihrem Kleinwagen. Auch für den Unfallverursacher kam jede Hilfe zu spät.

Im Juni war der Wagen einer Seniorin mit einem Kupplungsschaden auf dem rechten Fahrstreifen liegen geblieben. Der Fahrer eines voll beladenen Silozuges erkannte das Hindernis zu spät und prallte auf das Pannenfahrzeug. Die Fahrerin erlitt tödliche Verletzungen.

Gerade wenn Laster beteiligt sind, kann es tragisch enden. Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr 197 Unfälle mit 250 Lastern. 146 Mal war dabei der Lkw-Fahrer der Unfallverursacher.

Wie gefährlich der Dienst letztlich auch für Autobahnpolizisten ist, zeigt ein Verkehrsunfall vom 11. Oktober bei Schlüsselfeld. Ein Streifenwagen sicherte ein Pannenfahrzeug auf dem Seitenstreifen ab, als ein Klein-Lkw mit Anhänger in das Polizeifahrzeug krachte und dieses auf das Pannenfahrzeug schob. Der Besitzer des defekten Autos wurde tödlich verletzt. Der Lkw-Fahrer wurde aus seinem Führerhaus geschleudert und starb an seinen schweren Verletzungen, sein Beifahrer überlebte mit lebensgefährlichen Verletzungen. Auch die beiden Polizisten wurden schwer verletzt. Mittlerweile konnten sie ihren Dienst wieder aufnehmen.

Insgesamt hatte die VPI im vergangenen Jahr 7173 Einsätze. Im Rahmen der mobilen Verkehrsüberwachung wurden 1688 Verkehrsteilnehmer angezeigt. 321 Verkehrsteilnehmer mussten mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten.

Die Geschwindigkeitsmessgeräte waren annähernd 8000 Stunden im Einsatz, wobei die Geschwindigkeit von 2,2 Millionen Fahrzeugen gemessen wurde. Gegen 12 140 Fahrzeugführer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Für 753 Raser bedeutete dies auch ein Fahrverbot von mindestens vier Wochen. 40 249 Schnellfahrer kamen mit einem Verwarnungsgeld – bis 35 Euro – davon.

Außerdem wurden 1690 Fahrzeugführer wegen zu geringem Sicherheitsabstand angezeigt, wovon 264 ein Fahrverbot bekamen.

Zudem mussten 161 Unfallfluchten bearbeitet werden, davon konnten 53 aufgeklärt werden. 1572 Anzeigen gab es wegen Verstößen von Lasterfahrern gegen die Lenk- und Ruhezeiten.

Bei der Kriminalitätsbekämpfung weist die Statistik eine Zunahme auf. 2014 wurden 1079 Straftaten – 25,9 Prozent mehr als im Vorjahr – regis-triert. Die Aufklärungsquote konnte um gut zehn Prozent auf 69,6 Prozent gesteigert werden.

Zugenommen haben die Tankbetrügereien: 23,1 Prozent mehr Anzeigen als 2013 sprechen eine deutliche Sprache, die Zahl stieg von 216 auf 266. Die Aufklärungsquote lag bei 44,4 Prozent. Außerdem schlugen 195 Rauschgiftfälle zu Buche.

Die VPI Würzburg-Biebelried betreut Autobahnabschnitte der A 3, der A 81 und der A 7 auf einer Gesamtlänge von 143 Kilometern. Dazu gehören auch der Autohof Strohofer in Geiselwind und der Autohof Gramschatzer Wald.

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