CASTELL

15 Kerm-Sprüchli statt der 95 Thesen in Castell

Das Festjahr zu 500 Jahre Reformation geht auch an der Casteller Kirchweih nicht so einfach vorbei.
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Sichtlich Spaß hatten die beiden Casteller Kirchweihprediger Matthias Fuchs (links) und Joachim Paul. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Das Festjahr zu 500 Jahre Reformation geht auch an der Casteller Kirchweih nicht so einfach vorbei. Bei ihrem Vortrag vor dem Rathaus machten die beiden Kirchweihprediger Matthias Fuchs und Joachim Paul zu Beginn einen Schwenk auf das Ereignis.

Während Martin Luther einst mit 500 Thesen das Volk informierte, kommen sie bereits mit 15 Sprüchli aus, meinten die beiden Herren in Frack und Zylinder. Vor 500 Jahren hätten die Leute sich über den Ablass geärgert, heute sei das eben die Politik.

Unimog als Kanzel

Erstmals war Matthias Fuchs in die Kluft des Predigers geschlupft, um gemeinsam mit Joachim Paul die Schwänke vorzutragen. Dabei nutzten sie die Ladefläche eines Unimogs als Kanzel. So manche Anekdote ihrer Mitbürger aus den vergangenen Monaten hatten sie notiert, um sie vorzutragen. Dabei hatte das Duo sichtlich Spaß, nicht nur weil einer der beiden mit einer selbst erlebten Peinlichkeit vorkam.

Wer wollte, konnte das Ganze in der Kirchweih-Zeitung, die beim Zug verteilt wurde, schwarz auf weiß nachlesen. Vor der Predigt hatte sich der Zug der Kirchweihburschen mitsamt der Musik und den Motivwagen auf den Weg durch das Dorf gemacht. Es folgten die traditionellen Haltestellen an den Gasthäusern und ein Stopp im Schlosshof.

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