WILLANZHEIM

13 Bauplätze werden in Willanzheim erschlossen

Eines der derzeit wichtigsten Themen im Willanzheimer Gemeinderat ist die Planung des kommenden Baugebiets Ebental IV in Willanzheim.
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Vor einigen Wochen wurde noch ein Haus im bestehenden Baugebiet Ebental III gebaut. Jetzt plant die Gemeinde den Abschnitt Ebental IV auf der Fläche im Vordergrund. Foto: Archivfoto: Hartmut Hess

Eines der derzeit wichtigsten Themen im Willanzheimer Gemeinderat ist die Planung des kommenden Baugebiets Ebental IV in Willanzheim. Von dem Gebiet am nördlichen Ortsrand wird vorerst ein Teil erschlossen, der 13 Bauplätze ergibt. Die Erschließungsarbeiten sollen noch vor dem Februar 2017 starten.

Planer Michael Ackermann vom beauftragten Büro Müller-Maatsch in Burghaslach erläuterte in der Ratssitzung am Montag einige Details. Wichtig war für die Räte das Ergebnis der Berechnungen, dass die Wassergräben ausreichend sind, um das Oberflächenwasser in dem ersten Erschließungsteil aufzunehmen und versickern zu lassen. Deswegen muss vorerst ein geplanter Grundsee noch nicht gebaut werden, sondern erst dann, wenn weitere Abschnitte erschlossen werden. Das Ratsgremium wollte eine Planänderung beim Straßenbelag: Die Asphaltoberfläche soll nicht durchgehend sein, sondern an mehreren Stellen Pflasterstreifen enthalten, wie es schon bei Ebental III gemacht wurde. Dadurch soll eine Reduzierung der Geschwindigkeit des Verkehrs erzielt werden. Der Begrünungsplan macht für Ebental IV keinen großen Aufwand, denn das Begrünungskonzept wird von Ebental III übernommen.

Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert informierte die Ratsrunde, dass bei einem Abstimmungsgespräch mit dem Staatlichen Bauamt die Planung gut geheißen wurde und die Zufahrtsstraße von der Staatsstraße her wie vorgesehen verwirklicht werden kann. In der September-Sitzung soll die Detailplanung weitgehend fertig sein und im Oktober sollen belastbare Kosten auf dem Ratstisch liegen. Die Bürgermeisterin ging davon aus, dass bis November die ersten Bauplätze verkauft werden können, worauf schon mehrere Interessenten warten.

Weitere Themen im Rat waren:

• Die Bürgermeisterin erläuterte dem Gremium den Sachstand beim Umbau und Erweiterung des Willanzheimer Schulhauses. Die baulichen Planungen sind weit gediehen, was jetzt noch fehlt, ist das Raumprogramm seitens der Regierung von Unterfranken. Da die Außenanlagen auch als förderfähig eingestuft wurden, wird die Gemeinde für die Planung der Außenanlagen ein Planungsbüro beauftragen.

• Eine Funkantenne, die die Deutsche Telekom auf dem Betriebsgelände der Fernwasserversorgung Franken in Hüttenheim errichten wollte, kommt jetzt an einen anderen Standort. Die Telekom teilte mit, dass die Funkantenne auf dem Knauf-Werk außerhalb des Dorfs postiert werden soll.

• Die Gemeinde ist vom Regionalen Planungsverband nicht für Windkraftanlagen vorgesehen. Deswegen zeigte der Gemeinderat kein Interesse gegenüber dem Naturpark Steigerwald an einem Windkraft-Zonierungskonzept.

• Der Ortsteil Hüttenheim gehört zu den Orten im Weinparadies und wird deshalb vom Bocksbeutelexpress und dem Kirchenburgexpress angefahren. Da der Landkreis ab dem 1. September Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) wird, laufen jetzt Gespräche, die beiden Linien für Touristen zu optimieren und Fahrzeiten zu verkürzen.

• Der Sportverein Willanzheim hat eine Erweiterung seiner Gebäude am neuen Sportplatz vor, vor allem sollen die Duschen und Sanitäranlagen vom Sportheim an den Sportplatz verlagert werden. Das Bauvorhaben wird auf Gesamtkosten von 250 000 Euro geschätzt, wenn alle Arbeiten an Firmen vergeben würden. Doch die Vereinsmitglieder wollen vieles in Eigenleistung erledigen, um die Kosten zu senken. Die Gemeinderäte genehmigten einen Zuschussantrag des Sportvereins, damit übernimmt die Gemeinde 40 Prozent der Materialkosten.

• Auch der Sportverein Hüttenheim bekommt einen Zuschuss von der Gemeinde, die 1000 Euro für die Anschaffung eines Aufsitzrasenmähers beisteuert.

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