Kitzingen

12,5 Millionen Euro für die Landkreis-Schulen

Landkreis Kitzingen startet mit den Haushaltsberatungen – Digitalisierung der eigenen Schulen nimmt Fahrt auf.
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Digitales Klassenzimmer
In Zukunft wird das Tablet wie selbstverständlich zur Schule gehören. Der Weg dahin ist allerdings teuer. Foto: Rolf Vennenbernd (dpa)

Der Landkreis macht ernst bei der Digitalisierung seiner sechs Schulen: Insgesamt stehen in diesem Haushaltsjahr gut 500 000 Euro zusätzlich bereit, vergangenes Jahr hatten dafür 250 000 Euro bereit gestanden. Damit will man ein großes Ziel verwirklichen: Die digitalen Klassenzimmer sollen Wirklichkeit werden.

Die Realschulen in Kitzingen und Dettelbach, die Gymnasien in Kitzingen und Marktbreit, die FOS/BOS sowie die Berufsschule Kitzingen/Ochsenfurt werden allesamt Anschluss an die Glasfaserleitung und somit schnelles Internet bekommen. Dazu kommen weitere Anschaffungen wie Beamer, PC-Ausstattung  oder Touchscreen-Großbildmonitore und Tablets.

 

Außerordentliche Leistung

 

Um seinem Ruf als Schulstandort weiter gerecht zu werden, stehen laut Kreis-Kämmerer Toni Orth in diesem Jahr 12,5 Millionen Euro bereit. Damit, so war sich das Gremium zum Start der Haushaltsberatungen des Landkreises einig, werde für die Schulen, die der Kreis zu verantworten hat, "Außerordentliches geleistet".

Vielleicht geht ja aber noch ein bisschen mehr? Das jedenfalls fragte sich die SPD-Fraktion und brachte einen Antrag ein, um die einzelnen Schulen  finanziell noch besser auszustatten. Jede Schule hat ein eigenes Budget, über das sie frei verfügen und eigene Schwerpunkte setzen kann. Diese Summe wird bisher jährlich automatisch um 1,5 Prozent angehoben. Der SPD-Antrag lautete, diese Erhöhung auf jährlich fünf Prozent festzusetzen.

 

Es bleibt bei 1,5 Prozent 

 

Die Mehrheit der Ausschuss-Mitglieder lehnte dies jedoch kategorisch ab. Ein Grund für die Ablehnung: Bisher liefen digitale Anschaffungen über das Schulbudget. Das hat sich jetzt geändert, alle Digital-Ausgaben werden über die zur Verfügung stehende halbe Million Euro abgedeckt. Das heißt: Der finanzielle Spielraum der Schulen ist auch so schon gewachsen. Zudem hatte die Verwaltung vorgerechnet, welche Kosten bei einer Erhöhung da auf den Landkreis zukommen: Bei 1,5 Prozent würden aus einem Etat von 79 000 Euro bis 2022 dann 85 000 Euro werden. Fünf Prozent mehr hieße, dass man bereits bei 108 000 Euro landen würde, also 18 000 Euro mehr in vier Jahren – und das für mehrere Schulen. Durch die Ablehnung bei zwei SPD-Gegenstimmer bleibt also alles wie gehabt. 

 

Atrium am AKG ist undicht

 

Mehr Geld in die Hand genommen werden muss dagegen beim Armin-Knab-Gymnasium (AKG). Das dortige Atrium weist undichte Stellen auf. Und: Die Sanierung muss gründlich gemacht werden samt neuer Abdichtung und Dämmung. Alles in allem werden die Arbeiten 120 000 Euro kosten, behoben werden soll der Schaden in den nächsten Sommerferien.

Etwas mehr Geld gibt es zudem für die St.-Martin-Förderschule in Kitzingen. Für die ist der Landkreis zwar nicht zuständig, man beteiligt sich aber an den Betriebskosten mit jährlich 1750 Euro. Der Bitte der Schulleitung, diesen Zuschuss wegen eines Defizits auf 5000 Euro zu erhöhen, widersetzte sich der Schulausschuss nicht - allerdings nur für begrenzte Zeit. In diesem in und im kommenden Jahr werden jeweils 5000 Euro gezahlt, danach wird wieder auf 1750 Euro reduziert.

 

Mehr Platz für Ganztagsbetreuung

 

Mehr Geld fließt auch in die Dettelbacher Realschule. Dort steht einerseits das ehemalige Hausmeister-Haus leer, andererseits wird mehr Platz für die Ganztagesbetreuung benötigt. Das alte Haus wird nun abgerissen und ein neues Gebäude errichtet. Dafür werden heuer 110 000 Euro bereitgestellt, im kommenden Jahr dann 700 000 Euro und schließlich im Jahr 2021 noch einmal 50 000 Euro.

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