WIESENTHEID

1100-Jahr-Feier: Wiesentheid als Bilderbuch

Beeindruckt und begeistert zeigten sich Besucher, Teilnehmer, wie auch die Veranstalter vom historischen Festzug am Sonntag in Wiesentheid.
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Zu Fuß in barockem Schick vor prächtiger Kulisse: Beim historischen Festzug zur 1100-Jahr-Feier Wiesentheids sorgten viele Gruppen für Farbtupfer, wie hier der Beitrag aus Castell. Foto: Alle Fotos: Andreas Stöckinger
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Beeindruckt und begeistert zeigten sich Besucher, Teilnehmer, wie auch die Veranstalter vom historischen Festzug am Sonntag in Wiesentheid. Aus Anlass seines Jubiläums „1100 Jahre Wiesentheid“ hatte der Markt eine Schau zusammengestellt, bei der mit viel Liebe zum Detail Begebenheiten aus der Geschichte der Gemeinde dargestellt wurden.

60 Gruppen und 1000 Teilnehmer

60 Gruppen mit etwa 1000 Teilnehmer verwandelten den Ortskern in ein buntes Bilderbuch. Mit dem Festzug beschenkte sich Wiesentheid selbst am Kirchweihsonntag.

Irgendwer da oben im Himmel hielt wohl am Sonntagnachmittag schützend seine Hände über Wiesentheid. Auf die Regentropfen am Vormittag sollte noch ein Sturm folgen, der später auch eintraf. Zum Glück erst, als der Tross längst den Festplatz erreicht hatte.

Stein vom Herzen gefallen

Am Tag danach fiel Organisator Erwin Jäger gerade deswegen ein Stein vom Herzen: „Ich bin heilfroh, es ist alles prima gelaufen. Wir wussten, dass es eng wird, weil der Sturm ab 15.30 Uhr angekündigt war.“

Am Schlossplatz, direkt vor dem Rathaus, stand Erwin Jäger, um von dort den Zug für die Gäste zu kommentieren und die Gruppen vorzustellen. Auch er steckte in historischen Kleidern aus der Barockzeit – wie nahezu alle Beteiligten. Die Gemeinde hatte einen historischen Kostümverleih samt Schneiderei aus Gera zum Einkleiden engagiert.

Blick in die Geschichte

Auch die mitwirkenden Kinder steckten in herrlichen Gewändern. Auf den Wägen wurde die Historie Wiesentheids gezeigt, beginnend mit der Schenkungsurkunde 918. Viel Historisches gab es, die Erhebung zur Pfarrei, die verschiedenen Standesherrn bis hin zu den Schönborns, und manches mehr.

Besondere Gebäude gab es zu sehen, die Vereine stellten sich dar und stellten die Akteure für die Wagen. Bis in die Neuzeit reichte die Schau, in der auch die Kindergärten und Schulen, die Ortsteile, die Gemeinden der Dorfschätze, wie auch befreundete Gemeinden aus Rouillac, Feuerbach und dem pfälzischen Hagenbach mitwirkten.

Historische Gruppen aus Gera und Cronach bereicherten den Zug, der von Fanfaren- und Spielmannszügen sowie Musikkapellen begleitet wurde.

„Wunderschöner Zug“

Begeistert zeigte sich auch Bürgermeister Werner Knaier, dem nicht nur die Fanfarenspieler besonders auffielen. „Ein wunderschöner Zug. Mit wie viel Elan gerade die Jugend dabei war, das hat mir gefallen.“

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