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Kitzingen

100 Jahre Berufsschule: Doppelt Grund zum Feiern

"Die Berufsschule hat zwar 100 Jahre auf dem Buckel, ist aber innerlich jung geblieben" sagte Gerlinde Porzelt, stellvertretende Schulleiterin der Berufsschule in Ochsenfurt.
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Die Klassenbesten mit Landrätin Tamara Bischof (vorne von links), Frank Delißen, Leiter Staatliches Berufliches Schulzentrum Kitzingen-Ochsenfurt, Manfred Niesner, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins (vorne rechts) und Rainer Künzig, leitender Verwaltungsdirektor LRA Würzburg (zweite Reihe rechts). Foto: Joachim Hofmann
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"Die Berufsschule hat zwar 100 Jahre auf dem Buckel, ist aber innerlich jung geblieben" sagte Gerlinde Porzelt, stellvertretende Schulleiterin der Berufsschule in Ochsenfurt, die zusammen mit Robert Schöfer, dem stellvertretenden Direktor in Kitzingen, durch die Feier zum 100-jährigen Bestehen der Berufsschule führte. "Die duale Ausbildung ist seit 100 Jahren ein Erfolgsmodell", stellte sie fest. Robert Schöfer verwies auf die ausgestellte Bildergalerie, auf denen alte Fotos und Zeitungsberichte aus der Geschichte der Berufsschule zu sehen waren.

Absolventen und Preisträger

Bei der diesjährigen Abschlussfeier nahmen 173 Absolventen ihr Abschlusszeugnis entgegen, davon erhielten 41, die mit dem Notendurchschnitt 1,5 oder besser abschnitten, eine Staatspreisurkunde. Die Klassenbesten wurden mit einem Buchpreis bedacht. Zweimal wurde für die Würdigung besonderer Leistungen der Preis der Regierung von Unterfranken vergeben: an Patrick Abel und Silke Hornberger. Den Preis des Fördervereins erhielt Katharina Heidenfelder.

Schulleiter Frank Delißen verglich den Ausbildungsweg mit der Besteigung eines Berges, der Vorfreude und der Neugierde, aber auch den Beschwerlichkeiten und Hindernissen, die auf dem Weg zum Gipfel liegen und dem Erfolgserlebnis, wenn man den Gipfel geschafft hat.

Es sei eine gute Zeit für Absolventen, betonte Landrätin Tamara Bischof, da Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt gefragt seien. Sie kündigte zudem eine Generalsanierung der Berufsschule in den nächsten Jahren an. Die Landrätin schloss mit einem Appell an die Absolventen: "Bleiben Sie bei uns in Unterfranken, wir brauchen Sie, in Oberbayern ist es viel zu teuer."

Geschichte des Einzelhandels

Danach wurde das Publikum per Diashow auf einen Streifzug durch die Geschichte des Einzelhandels mitgenommen. Die Zuschauer erfuhren, dass im Jahre 1850 zwei Drittel der Deutschen noch Selbstversorger waren, die zeitliche Entwicklung von den Tante Emma Läden zu den Discountern in den 60er und 70er-Jahren wurde aufgezeigt, ebenso der Bauboom der großen Einkaufszentren an den Stadträndern in den 90er-Jahren, sowie die Wiederansiedelung der Einzelhandelsgeschäfte in Einkaufspassagen in den Stadtzentren. Heute ist der Einzelhandel der drittgrößte Wirtschaftszweig mit einem jährlichen Umsatz von 50 Milliarden Euro.

Für musikalische Unterhaltung zwischen den einzelnen Programmpunkten war das Duo "Ein Fall für 2" zuständig, die Klassiker aus verschiedenen Jahrzehnten darboten.

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