DETTELBACH

10 000 Euro Spenden für Nepal

Peter Schöderlein aus Dettelbach und Christine Reuter aus Bad Mergentheim sind nicht nur erfahrene Höhenbergsteiger. Sie erreichen mit den Multivision-Shows und Power-Point-Vorträgen über ihre Abenteuer viele Menschen weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Die dabei gesammelten Spenden kommen Hilfsprojekten zu Gute.
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Unterricht in allen Lagen: In der Colma-Devi-Primary-School werden Schüler von fünf bis neun Jahren unterrichtet.
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Peter Schöderlein aus Dettelbach und Christine Reuter aus Bad Mergentheim sind nicht nur erfahrene Höhenbergsteiger. Sie erreichen mit den Multivision-Shows und Power-Point-Vorträgen über ihre Abenteuer viele Menschen weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Die dabei gesammelten Spenden kommen Hilfsprojekten zu Gute.

10 000 Euro Spendengelder haben die Expeditionsärztin und ihr Begleiter im Frühjahr persönlich nach Kathmandu/Nepal gebracht. Mit ihren Bildern von den atemberaubenden Naturlandschaften und den hohen Bergen der Welt haben sie in den vergangenen beiden Jahren 30 000 Euro Spenden gesammelt. Im Februar besuchten sie die neuesten Hilfsprojekte der Deutsch-Nepalischen Hilfsgemeinschaft Stuttgart (DNH), die sie regelmäßig unterstützen.

Ein Schwerpunkt sind dabei die Schulen. Die Kinder auf dem Land in Nepal haben bisher Schulwege von bis zu zwei Stunden zu Fuß zurückzulegen, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Schulbildung sei in Nepal nicht selbstverständlich, zumal die Eltern ihre Kinder immer noch lieber bei der Feldarbeit als in einem Klassenzimmer sehen.

Geplant sei daher der weitere Ausbau der bisher 100 Schulen auf über 700 Schulen im gesamten Land. Der Schulweg soll dadurch auf maximal eine halbe Stunde verkürzt werden. Nicht nur der Aufbau von Schulgebäuden, sondern auch die Ausbildung einheimischer Lehrer stehe im Vordergrund der Bemühungen der DNH in Zusammenarbeit mit der jetzigen Regierung in Nepal, so Schöderlein.

Kedar Tamang von der DNH begleitete Schöderlein und Reuter zu Schulen auf dem Land. Im Distrikt Dhulikel steht bereits der Rohbau für ein Trainingscenter. Die Trainees (Lehrer) sollen während ihrer Weiterbildung dort bei Familien in der näheren Umgebung wohnen. Für den weiteren Aufbau des Trainingscenters überreichten die beiden 3000 Euro.

5000 Euro gingen an die Armenapotheke (Dispensary), die dem Bir-Hospital in Kathmandu angeschlossen ist. Weitere 2000 Euro flossen in die Tibeter-Altenhilfe in Pokhara.

Am Ende ihres siebentägigen Nepal-Aufenthaltes statteten die beiden noch dem Shaligram-Kinderhaus in Lhubu, in dem derzeit 40 Voll- und Sozialwaisen betreut werden, einen Besuch ab. „Die Kinder bereiteten einen herzlichen Empfang und freuten sich über die mitgebrachten Leckereien“, heißt es am Ende des Berichts.

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