WIESENTHEID

1,4 Millionen Euro für die Steigerwaldhalle

Einiges an Geld muss die Gemeinde Wiesentheid noch einmal in die Steigerwaldhalle stecken. Für die 40 Jahre alte Mehrzweckhalle, die als ein Mittelpunkt des Orts bei Großveranstaltungen gilt, stellten die Fachleute in der Sitzung des Bauausschusses ihre Pläne vor. Das Ergebnis der Berechnungen: Rund 1,4 Millionen Euro sind notwendig, um die Halle weiter auf Vordermann zu bringen, sowie zur Erfüllung von Auflagen.
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Tiefer in die Tasche greifen: Die Gemeinde Wiesentheid muss zur weiteren Sanierung ihrer Steigerwaldhalle mehr als doppelt so viel Geld in die Hand nehmen, als zunächst vorgesehen. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Einiges an Geld muss die Gemeinde Wiesentheid noch einmal in die Steigerwaldhalle stecken. Für die 40 Jahre alte Mehrzweckhalle, die als ein Mittelpunkt des Orts bei Großveranstaltungen gilt, stellten die Fachleute in der Sitzung des Bauausschusses ihre Pläne vor. Das Ergebnis der Berechnungen: Rund 1,4 Millionen Euro sind notwendig, um die Halle weiter auf Vordermann zu bringen, sowie zur Erfüllung von Auflagen.

„Es gibt nicht viele Stellschrauben, an denen wir noch drehen können.“

Bürgermeister Werner Knaier zum Thema Kosten

Weil nur der gesamte Gemeinderat über eine derart große Investition entscheiden kann, hatte Bürgermeister Werner Knaier eine Sitzung zu dem Thema angesetzt. Die Fachleute hatten um eine zügige Entscheidung gebeten, um Planungen und Ausschreibungen voran zu treiben. Im Zeitraum von Juni bis Mitte September 2013 muss die Sanierung ablaufen, lautet die gemeindliche Vorgabe.

Im Bauausschuss am Donnerstag dauerte der Vortrag der Fachleute mitsamt der Fragerunde und Diskussion der anwesenden Gemeinderäte über zwei Stunden. Der Betrag, der dabei zur Sanierung genannt wurde, ließ manchen Gemeindevertreter erst einmal schlucken. Bei ersten Berechnungen vor einem Jahr waren die Verantwortlichen von rund 630 000 Euro ausgegangen.

Nach Vorlage der neuen Unterlagen und Zahlen stellte nicht nur Bürgermeister Werner Knaier zum Thema Kosten fest: „Es gibt nicht viele Stellschrauben, an denen wir noch drehen können.“ Eher werde noch etwas dazu kommen, um möglicherweise zusätzliche Lagerkapazitäten für Einrichtung und Geräte zu schaffen, vermutete er.

Ausschussmitglied Michael Rückel stellte die Grundsatzfrage an Planer Rudy Laatsch. Ob dieser die Substanz der 1972 errichteten Halle für so gut einschätze, dass die Gemeinde 1,5 Millionen Euro hineinstecke sollte, fragte Rückel. „Die Überlegung, wegreißen und neu bauen, hatten wir schon. Das hätten wir vor zehn Jahren machen sollen. Ein Abbruch kommt nicht in Frage, weil wir zu viel investiert haben“, antwortete der Architekt. Er schätzte die Grundsubstanz des Gebäudes so ein, dass dieses „für die nächsten 25 bis 30 Jahre“ ausreiche.

In den vergangenen Jahren waren unter anderem die Küche, die Umkleideräume, das Foyer und auch die Theke erneuert worden. Dazu erhielt das Gebäude eine Wärmedämmung. Diesmal steht die Decke an – mit Folgen. Für die Halle gelte wegen ihres Alters Bestandsschutz, „aber sobald wir an der Decke etwas machen, wird ein neues Brandschutz- und Sicherheitskonzept verlangt“, erläuterte es Knaier.

Das sieht etwa zwei weitere Notausgänge vor, mit der die Besucherkapazität der Halle bei Veranstaltungen auf dann 2000 Gäste erlaubt wird. Eine Blitzschutzanlage ist erforderlich, eine Brandmeldeanlage, eine Sicherheitsbeleuchtung sowie eine neue Bestuhlung der Halle. Zudem wird im Bereich der Elektroinstallation einiges erneuert.

Weiterhin muss in den Bereich Lüftung/Heizung investiert werden, wozu zum Einbau der neuen Anlagen die Nebengebäude an der Ostseite aufgestockt werden müssen. Das ausführende Büro Burmester aus Würzburg machte deutlich, dass dies wegen der beengten räumlichen Verhältnisse nicht einfach sei. Die Halle erhält im Zuge der Erneuerung der Decke eine neue Beleuchtung und Lautsprecheranlage. Außerdem wünschten die Gemeinderäte, dass ein Farbkonzept für das Innere der Halle erstellt wird.

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