Oberkotzau
Unfall

Eisplatte kracht auf Windschutzscheibe von Krankenwagen - Rettungsassistent im Gesicht verletzt

In Oberkotzau im Landkreis Hof ist es am Mittwoch zu einem Unfall gekommen. Von einem vorbeifahrenden Lkw war eine Eisplatte in die Frontscheibe eines Rettungswagens gekracht - ein Insasse ist verletzt worden.
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Durch eine herabfallende Eisplatte zersplitterte in Oberkotzau die Frontscheibe eines Rettungswagens. Ein Insasse wurde verletzt. Foto: Polizei
Durch eine herabfallende Eisplatte zersplitterte in Oberkotzau die Frontscheibe eines Rettungswagens. Ein Insasse wurde verletzt. Foto: Polizei

Oberkotzau/Hof: Eisplatte trifft Rettungswagen: Am Mittwochnachmittag (4. Dezember 2019) erlitt ein 50-jähriger Rettungsassistent bei einem Verkehrsunfall in Oberkotzau im Landkreis Hof leichte Verletzungen. Von einem Lastwagen war eine Eisplatte heruntergefallen und auf die Windschutzscheibe des Einsatzfahrzeugs gekracht. Laut Polizei hatte der Rettungsassistent Glück, dass er dabei nur leicht verletzt wurde.

Oberkotzau: Glassplitter verletzen Rettungsassistenten bei Unfall

Wie die Polizei mitteilt, fuhr der Rettungsassistent im Rahmen eines Krankentransportes gegen 14.15 Uhr auf der Staatsstraße 2177 vom Ortsteil Fattigau kommend in Richtung Oberkotzau. Im Fahrzeug befanden sich zudem ein begleitender Notarzt, ein weiterer Rettungsdienstmitarbeiter sowie ein Patient im Heck des Autos. Ihm folgte ein Notarztfahrzeug.

In einer Linkskurve kam dem Krankenwagen ein Lkw entgegen, von dessen Auflieger eine große Eisplatte herunterfiel. Die Eisplatte krachte auf die Windschutzscheibe des Krankenwagens. Durch die Glassplitter der Windschutzscheibe verletzte sich der Rettungsassistent im Gesicht und an der Hand. Die drei anderen Beifahrer wurden nicht verletzt.

Notfahrzeug stellt Lkw-Fahrer

Da der Lkw einfach weiterfuhr, wendete der 29-jährige Fahrer des Notarztfahrzeugs seinen Wagen und hielt den 44-jährigen Brummifahrer wenig später an. Kurz darauf trafen die verständigten Beamten der Hofer Polizei am Unfallort ein.

Der Patient und seine Begleiter fuhren in einem Ersatzfahrzeug weiter, der 50-jährige Rettungsassistent wurde von Ärzten untersucht. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 5000 Euro. Gegen den 44-Jährigen leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und wegen fahrlässiger Körperverletzung ein.

Hofer Polizei appelliert: Fahrzeuge in den Wintermonaten von Schnee und Eis befreien

Insbesondere Lastwagenfahrer weist die Polizei Hof darauf hin, ihre Sattelzüge und Anhänger in den Wintermonaten von Eis und Schnee zu befreien, um solche Unfälle zu verhindern. Auch Scheiben und Dächer müssen laut Vorschrift frei von Eis und Schnee sein.

Wer das nicht tut, muss mit 80 Euro Bußgeld - bei einem Ereignis mit Sachschaden sogar 120 Euro Bußgeld - sowie jeweils Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg rechnen.

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