Gefrees

A9: Transporter verliert Rad während der Fahrt und verursacht schweren Unfall in Oberfranken

Ein schwerer Unfall war Grund für eine längere Sperrung der A9 am Montagabend. Das Rad eines Kleintransporters hatte sich gelöst und ein vorbeifahrendes Auto getroffen. Das schleuderte anschließend mehrmals über die Fahrbahn - und sorgte für ein Trümmerfeld.
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Die A9 musste gesperrt werden: Ein Kleintransporter hatte ein Rad verloren und sorgte dadurch für ein Trümmerfeld auf der Autobahn. Ein Auto wurde getroffen. Symbolfoto: MikesPhotos/pixabay.com
Die A9 musste gesperrt werden: Ein Kleintransporter hatte ein Rad verloren und sorgte dadurch für ein Trümmerfeld auf der Autobahn. Ein Auto wurde getroffen. Symbolfoto: MikesPhotos/pixabay.com

Transporter verliert Rad - schwerer Unfall auf der A9 in Oberfranken: Am Montagabend sorgte das Rad eines Kleintransporters für einen Unfall mit einem schwer Verletzten auf der A9 bei Gefrees. Mehrere Fahrzeuge waren darin verwickelt und die Autobahn musste mehr als eine Stunde gesperrt werden - auch, weil die Rettungsgasse nicht funktionierte. Das berichtet die Verkehrspolizei aus Hof.

A9 mit Trümmern übersät: Auto kracht mehrmals in Betonleitwand

Um etwa 20.25 Uhr am Montagabend (16. Dezember 2019) wollte ein Kleintransporter aus Polen die A9 verlassen. Plötzlich, so schreibt es die Polizei, löste sich das linke Hinterrad des Fahrzeuges und mit ihm ein Metallteil. Das Rad traf das Auto eines 60-jährigen Mannes aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Er war wie der Kleintransporter auf der Fahrbahn in Richtung Berlin unterwegs.

Das getroffene Auto geriet daraufhin ins Schleudern und krachte mehrmals in die Betonleitwand der Autobahn. Erst einige hundert Meter später kam das Auto zum Stehen. Der Mann wurde bei diesem Crash schwer verletzt und musste vom gerufenen Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Auto hat nur noch Schrottwert und Teile davon lagen auf der kompletten Fahrbahn verteilt.

Voll besetzter Reisebus in Unfall verwickelt

Über die fuhren insgesamt fünf nachfolgende Fahrzeuge, da sie nicht mehr ausweichen konnten. Die Autos wurden teils erheblich beschädigt. Ein voll besetzter polnische Reisebus konnte ebenfalls nicht mehr abbremsen. Die Polizei spricht in diesem Zusammenhang von großem Glück, dass es dabei zu keinem weiteren Verletzten gekommen ist.

Die A9 musste mehr als eine Stunde lang gesperrt werden, damit die Polizei den Unfall aufnehmen konnte. Das führte zu einem langem Rückstau bis hinter die Anschlussstelle Marktschorgast. Im Anschluss konnte der Verkehr auf einer Spur an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Erst gegen 3 Uhr wurde die Autobahn wieder vollständig für den Verkehr freigegeben.

Ein Grund für die lange Sperrung der A9 war laut Polizei die schlechte Rettungsgasse: Der Abschleppdienst habe demnach erhebliche Schwierigkeiten gehabt, an die Unfallstelle zu gelangen. Bei einem ähnlichen Unfall spielten sich laut Polizei "unglaubliche Szenen" ab: Einsatzkräfte wurden in der Rettungsgasse bespuckt und beleidigt.

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