Hof an der Saale
Revision

NKD-Prozess: Staatsanwaltschaft und Verteidigung legen Revision ein

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidiger wollen das Urteil im Untreueprozess gegen einen früheren Manager der Textilkette NKD nicht akzeptieren.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Angeklagte Michael Andreas K. (M), ein früherer Manager des Textildiscounters NKD, unterhält sich am 18.03.2014 vor Prozessbeginn in einem Saal des Landgerichts Hof mit seinem Rechtanwalt. Foto: David Ebener/dpa
Der Angeklagte Michael Andreas K. (M), ein früherer Manager des Textildiscounters NKD, unterhält sich am 18.03.2014 vor Prozessbeginn in einem Saal des Landgerichts Hof mit seinem Rechtanwalt. Foto: David Ebener/dpa
Beide haben Revision eingelegt, wie ein Justizsprecher am Donnerstag in Hof sagte. Die Anwälte des Angeklagten hatten diesen Schritt bereits nach der Urteilsverkündung am vergangenen Dienstag angekündigt.

Der 38 Jahre alte Manager war zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hof sah es als erwiesen an, dass er mit fingierten Rechnungen 3,7 Millionen Euro veruntreut hatte. Der Angeklagte selbst hatte erklärt, mit dem Geld geheime Preis- und Brancheninformationen bezahlt zu haben. Zudem sei er Opfer einer Intrige geworden. Seine Anwälte hatten deshalb einen Freispruch gefordert. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft verlangt.

Unabhängig vom Untreuefall steht der 38-Jährige am Montag (4. Mai) erneut in Hof vor Gericht: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchte Anstiftung zur Geiselnahme und zum Mord vor: Der Ex-Manager soll aus der Untersuchungshaft heraus die Entführung eines Richters geplant haben.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren