Hof an der Saale
Filmtage

Hofer Filmtage - Leiter erklärt, was er sich von Zuschauern wünscht

Am 23. Oktober wird Hof wieder zum "Home of Films" - dann beginnen die Internationalen Hofer Filmtage. Der neue Leiter Thorsten Schaumann blickt zurück auf das vergangene Jahr und gibt einen Ausblick auf die 52. Auflage des Festivals.
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Hof: Auf einer Anzeigetafel ist die Aufschrift «Internationale Hofer Filmtage» zu lesen. Foto: Nicolas Armer/dpa
Hof: Auf einer Anzeigetafel ist die Aufschrift «Internationale Hofer Filmtage» zu lesen. Foto: Nicolas Armer/dpa

Vor einem Jahr hat Thorsten Schaumann sein neues Amt als Leiter der Internationalen Hofer Filmtage angetreten - und er fühlt sich in der oberfränkischen 40 000-Einwohner-Stadt immer noch pudelwohl.

"Die Stadt und ihre Leute habe ich dieses Jahr intensiver kennenlernen dürfen. Es ist toll zu sehen, wie eng alle zusammenhalten und sich unterstützen", sagt er über seine neue Wirkungsstätte. Vom 23. Oktober an dreht sich dort wieder alles um den Film - dann geht das Festival in die 52. Runde.

Der rote Faden, der sich laut Schaumann in diesem Jahr durch viele Produktionen zieht: die Ausgrenzung des Einzelnen wegen seiner Religion, sexuellen Orientierung oder politischer Stellung. Und es gehe um die Fragen: "Wie gehe ich mit dieser Ausgrenzung um? Gehe ich damit nach außen und kommt es zur Explosion? Oder gehe ich unter?" Bis zum 28. Oktober werden 130 kurze, lange, Spiel- sowie Dokumentarfilme gezeigt. "Die Zuschauer sollen für sich Entdeckungen machen und sich im Kino überraschen lassen", wünscht sich Schaumann.

Die Neubesetzung an der Spitze des Festivals war notwendig geworden, weil 2016 überraschend Heinz Badewitz, Gründer und langjähriger Chef der Filmtage, gestorben war. Nach einem Übergangsjahr mit einem Kuratorium in der Verantwortung übernahm zum 1. September 2017 Schaumann, der bereits für Bavaria Film und Sky tätig war.

Ob er den Hofer Filmtagen eine spezielle Handschrift verpasst hat? "Film unterliegt der persönlichen Wahrnehmung und die ist bei jedem Zuschauer anders. Das ist das Spannende daran!", sagt der 1968 geborene Schaumann. "Auf mich müssen Filme emotional wirken, mich mitnehmen, wenn ich im Saal sitze und darüber hinaus. Das ist Kino, das für mich nach Hof gehört."

Eröffnet werden die Filmtage mit "Glück ist was für Weicheier" von Anca Miruna Lazarescu. Darin versucht ein kleines Mädchen, ihrer großen Schwester das Leben zu retten - und glaubt, dass Sex sie heilen könnte. Die internationalen Beiträge kommen in diesem Jahr aus 15 Ländern der Welt, darunter Ungarn, Brasilien, Südafrika und die Türkei. Die Filmtage in Hof zählen zu den wichtigen Filmfestivals im deutschsprachigen Raum. Der erfolgreiche deutsche Regisseur Wim Wenders nannte Hof das "Home of Films" - die Heimat des Films.

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