Erst verfahren, dann abgehauen. Bei Helmbrechts im Landkreis Hof sich ein Schwertransportfahrer auf einer Strecke von 3,5 Kilometer die Warnbaken einer Baustelle beschädigt . Der 40-Jährige der einen 4,50 Meter breiten Pool geladen hatte, war zunächst am Autobahndreieck Bayerisches Vogtland falsch abgebogen.


Statt Berlin nach Nürnberg

Gegen 2.30 Uhr in der Nacht zum Dienstag war der Fahrer auf der A72 Richtung Westen unterwegs und wollte eigentlich am Autobahndreieck Bayerisches Vogtland auf die A9 Richtung Berlin abbiegen. Allerdings erwischte der 40-Jährige die falsche Abfahrt und fuhr plötzlich Richtung Nürnberg. Problem: Auf der Strecke befindet sich zwischen den Anschlussstellen Hof-West und Münchberg-Nord eine Baustelle, die nachts auf eine Durchfahrtsbreite von 3,50 Meter beschränkt ist - ein Durchfahren mit dem geladenen Pool war also eigentlich nicht möglich.


Teile der Baustellensicherung abgeräumt

Der Mann fuhr jedoch trotzdem auf der Strecke weiter und nahm dabei einen Großteil der aufgestellten Warnbaken mit. Eine Vielzahl dieser ging zu Bruch, wodurch ein Schaden von etwa 1000 Euro entstand.


Flüchtiger Fahrer wird an Raststelle gestoppt

Obwohl der Schwertransportfahrer das Malheur wohl bemerkt hatte, fuhr er wenig später bei der Anschlussstelle Münchberg-Nord von der Autobahn ab, um Richtung Berlin umzukehren. Allerdings konnten die mittlerweile alarmierten Beamten der Verkehrspolizei Hof den Laster wenig später an der Raststätte Frankenwald stoppen. Dem Fahrer droht nun ein Strafverfahren wegen unerlaubten Verlassens des Unfallorts sowie ein Bußgeldverfahren, weil er sich nicht an die Fahrtstrecke in seiner Genehmigung zum Schwertransport gehalten hat.