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Hof an der Saale
Urteil

Holocaust-Leugnerin aus Oberfranken nach grotesken Äußerungen verurteilt

Eine 65-jährige Holocaust-Leugnerin aus Oberfranken ist am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt worden.
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Ein Ofen im Konzentrationslager Auschwitz: Eine Frau aus Oberfranken leugnete mehrmals den Holocaust (u.a. in Nürnberg), dafür wurde sie nun verurteilt. Symbolfoto: alanbatt/Pixabay.com
Ein Ofen im Konzentrationslager Auschwitz: Eine Frau aus Oberfranken leugnete mehrmals den Holocaust (u.a. in Nürnberg), dafür wurde sie nun verurteilt. Symbolfoto: alanbatt/Pixabay.com

Holocaust-Leugnerin vor Amtsgericht Hof: Weil eine 65-jährige Frau aus Schauenstein (Kreis Hof) wiederholt den Holocaust geleugnet hatte, musste sie sich am Mittwoch (22. Januar 2020) vor dem Amtsgericht Hof verantworten, berichtet der br.

Rechtsextremistin wegen Volksverhetzung angeklagt

Der Frau werden sechs Fälle von Volksverhetzung und drei Fälle von Beamtenbeleidigung vorgeworfen: So soll die 65-Jährige etwa von ihrem Computer aus in Internet-Gästebücher geschrieben haben, dass kein Deutscher je einen Juden vergast habe.

Auf einer rechtsextremistischen Kundgebung in Nürnberg behauptete sie, dass der Massenmord an den Juden eine Erfindung sei und Hitler nie einen Befehl zur Vernichtung von Juden gegeben habe.

Holocaust-Leugnerin beleidigt Polizisten

Die 65-Jährige beleidigte zudem die Polizisten, die ihre Wohnung durchsuchten. Sie bezeichnete sie als "Staatslügenschutz".

Das Amtsgericht Hof verurteilte sie nun wegen Volksverhetzung und Beamtenbeleidigung zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung. Die Frau muss zudem 2000 Euro an den Kinderschutzbund Hof zahlen.

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