Hof an der Saale
Verhandlung

Häuser aus Liebeskummer angezündet? Mann wegen versuchten Mordes vor Gericht - Geständnis widerrufen

Versuchter Mord aus Liebeskummer? Ein Mann soll in Marktredwitz wahllos Gebäude angezündet haben - aus Frust und ohne Rücksicht darauf, wer dabei sterben könnte. Zum Auftakt des Prozesses hat der Mann sein Geständnis widerrufen.
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Versuchter Mord aus Liebeskummer? Ein Mann steht vor Gericht, weil er mehrere Gebäude in Marktredwitz angezündet haben soll. Zum Prozessauftakt hat er sein Geständnis widerrufen. Foto: Matthias Merz/dpa
Versuchter Mord aus Liebeskummer? Ein Mann steht vor Gericht, weil er mehrere Gebäude in Marktredwitz angezündet haben soll. Zum Prozessauftakt hat er sein Geständnis widerrufen. Foto: Matthias Merz/dpa

Update vom 27.08.2019 um 12.15 Uhr: Angeklagter widerruft sein Geständnis

Eigentlich hatte der Angeklagte schon gestanden, wahllos mehrere Gebäude in Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) angezündet zu haben - zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Hof widerrief er aber seine Aussage. "Mit der Brandstiftung hab' ich nichts zu tun", sagte der 38-Jährige am Dienstag. Das Geständnis habe er "überschnell, übereifrig" gemacht.

Das wird dem Angeklagten vorgeworfen

Er soll aus Ärger mit seinem Vermieter und Liebeskummer wahllos mehrere Gebäude in Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) angezündet haben - der mutmaßliche Brandstifter steht ab Dienstag vor dem Landgericht Hof. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schwere Brandstiftung und versuchten Mord in mehreren Fällen vor.

Laut Anklage soll der Mann im Frühjahr 2018 die Wohngebäude in Brand gesetzt haben. Dabei soll er in Kauf genommen haben, dass schlafende Bewohner bei dem Feuer ums Leben kommen könnten. Die Bewohner entdeckten die Flammen noch rechtzeitig und niemand wurde verletzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft entstand ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro.

Auch kinderpornografische Aufnahmen gefunden

Außerdem wird der Mann beschuldigt, auf seinem Smartphone und zwei Tablets kinderpornografische Aufnahmen gespeichert zu haben. Zum Prozess sind 44 Zeugen und drei Sachverständige geladen. Das Urteil soll voraussichtlich Ende September fallen.

Ein aktueller Fall von Brandstiftung hält auch die Polizei in Unterfranken in Atem: Zwölf Fahrzeuge wurden in einer Nacht in Brand gesteckt.

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