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Foyer im Hofer Rathaus umgestaltet:

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Viele lange Jahrzehnte hat es gedauert, nun hat das Eingangsfoyer zum Büro des Oberbürgermeisters im Hofer Rathaus ein neues Erscheinungsbild. Hell und freundlich kommen die ehemals beige-grauen Wände nun daher. Doch nicht nur strahlend weiße Farbe, helle Decken und ein großer Informationsbildschirm direkt am Treppenaufgang begrüßen künftig die Besucher: Auch ein berühmter Sohn der Stadt wird in den offiziellen Räumlichkeiten der Stadt gewürdigt: Der Hofer Maler Prof. Armin Sandig hatte vor seinem Tod im Jahr 2015 einige seiner Arbeiten aus allen Schaffensphasen seiner Geburtsstadt Hof für die städtische Kunstsammlung geschenkt. Die Gemälde des Ehrenprofessors der Freien und Hansestadt Hamburg und ehemaligen Präsidenten der dortigen Freien Akademie der Künste waren bislang in der Freiheitshalle platziert und wurden nun zur Gestaltung im Hofer Rathaus verwendet.

Hofs Kulturamtsleiter Peter Nürmberger dazu: ?Mit 16 Jahren hatte Armin Sandig in Hof beschlossen, Maler zu werden. Und das ist er geworden. Auf höchstem Niveau und mit einer Anerkennung, wie sie nur wenigen Künstlern zuteil wird. Seine Werke hängen in anerkannten Museen von Amsterdam bis New York. Mit der dauerhaften Ausstellung im Hofer Rathaus würdigen wir einen großen Maler, den wir mit Fug und Recht als bedeutendsten bildenden Künstler aus unserer Stadt neben Johann Christian Reinhart betrachten dürfen.? Insgesamt bei sechs Ausstellungen zwischen 1947 und 2015 zeigte Sandig, der auch Träger des Bundesverdienstkreuzes war, seine Kunst in der Saalestadt. Im Online-Nachschlagewerke Wikipedia kann man lesen: ?Armin Sandig war einer der wichtigen Vertreter der Deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts.? Neben einer kurz gefassten Vita kann man auch in der ausliegenden Publikation der Armin-Sandig-Stiftung ?Armin Sandig - Die frühen Jahre? lesen. In dieser beschreibt Sandig selbst seinen Weg zur bildenden Kunst und seine Erinnerungen an Hof. Ergänzt werden Sandigs Bilder durch eine Bronzearbeit des Bildhauers Andreas Theurer, der mit seinem Denkmal für Johann Georg August Wirth bei der Freiheitshalle auch im Hofer Stadtbild präsent ist.

Bei der Neugestaltung des Eingangsfoyers soll es unterdessen im Hofer Rathaus nicht bleiben. ?Auch unsere Sitzungssäle oder beispielsweise unser Trauzimmer sind dringend sanierungsbedürftig und bieten optisch wie technisch längst nicht das, was heute zurecht von Stadtrat und Bürgerschaft erwartet werden kann. Wir möchten ? parallel zu vielen Sanierungen im Stadtgebiet, bei Straßen, Schulen, usw. ? in den nächsten Jahren auch unser 450 Jahre altes Rathaus Stück für Stück moderner und freundlicher gestalten?, so Verwaltungsdirektor Leo Reichel.

Übrigens: Die Galerie früherer Oberbürgermeister, die sich bislang im jetzt umgebauten Foyer befand, wird demnächst im Großen Sitzungssaal zu finden sein.

Zu Armin Sandig:

1929 in Hof geboren

1947 Jean-Paul-Preis

1960 Lichtwark-Stipendium,

1972 Edwin-Scharff-Preis

1980 Preis des Internationalen Zeichenwettbewerbs Nürnberg

ab 1972 ordentliches Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg (1980 - 2011 deren Präsident)

1989 Ehrenprofessur der Freien und Hansestadt Hamburg

1992 Friedrich-Baur-Preis für Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

2002 Bundesverdienstkreuz

2010 Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Hof.

Bild: v.l. Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Verwaltungsdirektor Leo Reichel und Kulturamtsleiter Peter Nürmberger im umgestalteten Foyer des Hofer Rathauses


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