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Hof an der Saale
Kirche

Auf den Spuren der Jünger: Pilgersaison der Protestanten beginnt

Am Ostermontag beginnt in der evangelischen Kirche in Bayern die Pilgersaison. Vorbild ist das Evangelium von den Jüngern Jesu, die nach den Osterereignissen in Jerusalem nach Emmaus gewandert sind.
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Symbolfoto: Detlev Niebuhr/dpa
Symbolfoto: Detlev Niebuhr/dpa
Deshalb gehörten sogenannte Emmausgänge am Ostermontag lange zur christlichen Tradition. In vielen evangelischen Gemeinden werde dieser Brauch inzwischen wieder gepflegt, sagte Pfarrer Oliver Gußmann, der Pilgerbeauftragte der Landeskirche. Unter dem Motto "Glaube bricht auf" laden viele Gemeinden am Montag zum gemeinsamen Pilgern ein, so etwa im oberfränkischen Hof, in Nürnberg und in Augsburg.

Die Emmausgänge erinnern an das Lukas-Evangelium. Dort wird beschrieben, wie nach Jesu Tod Jünger enttäuscht von Jerusalem nach Emmaus wandern. Unterwegs treffen sie den auferstandenen Jesus, erkennen ihn zunächst aber nicht. Erst als er mit ihnen gemeinsam Mahl feiert, merken sie, wer er ist.

Pilgern stoße seit einigen Jahren auf großes Interesse, sagte Gußmann. Am bekanntesten seien die Jakobswege, die es auch in Bayern gebe.
Die Pilger haben nicht nur religiöse Motive, wie der Pfarrer aus Rothenburg ob der Tauber beobachtet hat. Entschleunigung sei ein häufig genanntes Stichwort bei den pilgernden Menschen, "sie sagen auch oft, sie wollen zur Ruhe kommen oder den Kopf frei bekommen".

Die evangelische Kirche macht den Pilgern spezielle Angebote, so gibt es in vielen Regionen Mediationswege, die Interessierte beschreiten können. Zudem werde darauf geachtet, dass die Kirchen entlang der Pilgerwege offenstehen, betonte Gußmann.

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