Hof an der Saale
Bauarbeiten

Millionenprojekt in Oberfranken: Hier entsteht ein Abschiebegefängnis

In Oberfranken wird ein großes Abschiebegefängnis errichtet. Bis 2020 soll der Bau fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf 78,5 Millionen Euro.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Hof soll bald im Herbst 2019 der Bau eines Abschiebegefängnisses beginnen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
In Hof soll bald im Herbst 2019 der Bau eines Abschiebegefängnisses beginnen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

  • Abschiebegefängnis in Hof ist für Ende 2020 geplant
  • Bau startete zum Herbst 2019
  • Rund 78,5 Millionen Euro kostet der Bau

Millionenprojekt - in Hof soll ein Abschiebegefängnis entstehen: Schon seit 2018 kursiert die Nachricht über den Bau eines Abschiebegefängnisses in Hof. Nun bestätigte der Hofer Landtagsabgeordnete Alexander König, stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag: Der Bau des Abschiebegefängnisses beginnt im Herbst 2019.

Abschiebungen werden in Deutschland oft scharf kritisiert - so auch die Abschiebung von 31 Afghanen nach Kabul vergangene Woche. Es ist die mittlerweile 27. Sammelabschiebung seit Dezember 2016.

Abschiebegefängnis soll so früh wie möglich fertiggestellt werden

"Ich fordere, dass das erforderliche Verwaltungsgebäude nicht zum Sankt Nimmerleinstag, sondern zeitnah geplant und auch gebaut wird", so der Hofer Landtagsabgeordnete. Der Bau des Abschiebegefängnisses hat nun begonnen und soll bis Ende 2020 fertiggestellt sein. Das Gefängnis wird westlich an die bestehende Hofer Justizvollzugsanstalt angrenzen. Nach aktuellen Informationen des Landtagsabgeordneten läuft der Bau derzeit ohne Probleme.

Abschiebegefängnis in Hof: 78,5 Millionen Euro, rund 14.000 Quadratmeter und 150 Häftlinge

Rund 78,5 Millionen Euro soll der Neubau laut König kosten. Auf einer Fläche von 14.230 Quadratmetern sollen Plätze für 150 Häftlinge entstehen. Auf insgesamt fünf Geschossen sollen 92 Einzelhaftsräume, 18 Gemeinschaftsräume für je drei Personen sowie vier behindertengerechte Hafträume entstehen, so König weiter.

Zusätzlich seien weitere, besonders gesicherte Hafträume geplant. Die Außenanlagen sehen unter anderem Bereiche für Sport und Spaziergänge sowie einen Parkplatz für 53 Autos und fünf Ladepunkten für Elektrotankstellen vor. Das Gefängnis wird durch einen 4,50 Meter hohen Sicherheitszaun umfasst.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.