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Selbitz
Corona-Krise

Jérôme Boateng baut Unfall in Oberfranken - FC Bayern gibt ihm zusätzliche Strafe

In der Corona-Krise hat Jérôme Boateng einen Unfall in Oberfranken gebaut. Trotz der Ausgangsbeschränkungen war der Münchner Fußball-Profi auf der A9 bis Selbitz gefahren und verlor dann mit seinen Sommerreifen die Kontrolle über seinen Wagen. Der FC Bayern verhängte danach zusätzlich eine Geldstrafe.
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Boateng unterstützt Münchner und Berliner Tafel
Nach einem Unfall auf der A9 in Oberfranken muss Jérôme Boateng mit einer Anzeige der Polizei sowie einer Geldstrafe des FC Bayern München rechnen. Foto: Soeren Stache/dpa

Bayern-Star Jérôme Boateng baut Unfall auf A9 bei Selbitz: Nach einem Autobahn-Unfall in Oberfranken wird Jérôme Boateng gleich doppelt bestraft. Weil er auf der winterglatten Fahrbahn mit Sommerreifen unterwegs war, muss er erstens mit einer Anzeige rechnen, erklärt die Polizei inFranken.de. Und zweitens hat der FC Bayern München angekündigt, eine zusätzliche Geldstrafe gegen seinen Star zu verhängen, berichtet die dpa. Boateng hatte gegen die Corona-Ausgangsbeschränkungen verstoßen.

Der Unfall hatte sich am Dienstagmorgen (31.03.2020) auf der A9 bei Selbitz ereignet. Ein Münchner, wie die Polizei berichtet, geriet mit seinem Mercedes auf der winterglatten Fahrbahn ins Schleudern und kam schließlich auf der rechten Schutzplanke zum Stehen. Bei dem Fahrer handelte es sich um Jérôme Boateng, berichtet tvo. Die Polizei erklärt inFranken.de, dass der Fahrer mit einer Anzeige rechnen muss, denn das Auto war nur mit Sommerreifen unterwegs. Glücklicherweise wurde Boateng bei dem Unfall nicht verletzt.

 

An dem Mercedes entstand ein Schaden von etwa 20.000 Euro, der Schaden an der Schutzplanke liegt bei ungefähr 5000 Euro, teilt die Polizei mit.

Doch damit nicht genug: Boateng ist nach Bekanntwerden des Unfalls vom FC Bayern München mit einer Geldbuße belegt worden. Der Verein bestrafte den Verteidiger, weil er sich trotz der geltenden Corona-Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort entfernt hatte. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Mittwochabend mitteilte, habe der 31-Jährige am Dienstag ohne Genehmigung des Vereins München verlassen. Über die Höhe der Geldstrafe ist nichts bekannt.

„Mit dieser Entfernung von seinem Wohnort handelte Boateng den Vorgaben des Vereins zuwider. Diese Vorgaben regeln die Verhaltensweisen der Spieler des FC Bayern in der aktuellen Situation in Einklang mit den Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung der Bayerischen Staatsregierung und den Empfehlungen der Gesundheitsämter“, hieß es in der Vereinsmitteilung.

Der FC Bayern sehe sich hier in einer Vorbildrolle. „Als Konsequenz für diese Zuwiderhandlung hat der Verein entschieden, Boateng mit einer Geldstrafe zu belegen“, hieß es. Die Summe wird der Verein Münchner Krankenhäusern spenden. 

Boateng kritisiert Bayern München

Boateng indes kann die Bestrafung nicht verstehen. Er akzeptiere jede Strafe der Welt, wenn sie berechtigt sei, sagte er der Bild. „Und ich weiß, dass es sicherlich ein Fehler war, den Verein nicht über meine Fahrt zu informieren, aber in dem Moment hatte ich nur meinen Sohn im Kopf. Ihm ging es gesundheitlich nicht gut“, sagte der Ex-Nationalspieler.

„Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit! Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig.“

Im Landkreis Hof ist ein 23-Jähriger beinahe mit einem Auto in einen Supermarkt gefahren. Der junge Mann befand sich offensichtlich noch in der Fahrausbildung.

 

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