Münchberg
Busunglück

18 Tote bei Busunglück auf A9 bei Münchberg: Ermittler ziehen Fazit

Wer hat Schuld am Tod von 18 Menschen? Diese Frage beschäftigte die Ermittler nach dem Busunglück auf der A9. Nun wurden die Ermittlungen abgeschlossen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Nicolas Armer/dpa
Foto: Nicolas Armer/dpa

Insgesamt 18 Menschen verloren bei dem tragischen Busunglück am 3. Juli 2017 auf der A9 ihr Leben. Seitdem sucht die Ermittler nach der Unfallursache und gingen der Frage nach, ob der Unfall hätte verhindert werden können.

An dem schicksalshaften Montag vor rund vier Monaten fuhr der Reisebus kurz nach 7 Uhr auf der A9 in Fahrtrichtung Süden zwischen den Anschlussstellen Münchberg-Süd und Gefrees, als baustellenbedingt die drei Fahrspuren auf nur noch zwei reduziert wurden und dadurch der Verkehr auf der rechten Spur stockte.


Feuer breitete sich rasant aus

Dass der Lkw vor ihm deshalb abbremste, entging dem Busfahrer wohl wegen eines Unaufmerksamkeit. Der Bus krachte deshalb mit einer Geschwindigkeit von gut 60 km/h in die rechte Heckseite des Lkw-Anhängers. Durch den Aufprall sei der Frontabschluss des Busses im Bereich des Fahrers um etwa zwei Meter nach hinten verschoben worden. Ausgerechnet in diesem Bereich befanden sich jedoch die Drucklufttanks, die Batterie samt Elektrik und ein Zusatztank.

 


Durch Funken entzündete sich der Kraftstoff, Feuer und Rauch breiteten sich binnen Sekunden im Bus aus. Insgesamt 18 Menschen starben.

Die umfangreichen Ermittlungen der Behörden wurden nun beendet - die Staatsanwaltschaft Hof hat das Ermittlungsverfahren eingestellt. Auch die weiteren durchgeführten Ermittlungen, insbesondere die abschließenden Gutachten der beauftragten Sachverständigen, haben die im Rahmen der Pressekonferenz am 02.08.2017 mitgeteilte Bewertung des Unfallgeschehens hinsichtlich des Unfallhergangs und der Brandentwicklung bestätigt.

 

 


Lkw-Fahrer schuldlos

Demnach war eine verzögerte Reaktion des verstorbenen Busfahrers auf das vor ihm befindliche Stauende die Ursache für den Unfall. Der Grund für diese Reaktionsverzögerung konnte nicht mehr festgestellt werden. Wegen der fatalen Kollision kam es zu einer rasanten Ausbreitung des entstandenen Feuers, wodurch letztlich 18 Personen einschließlich des Fahrers ihr Leben verloren haben.

 

 

Für den Fahrer des betroffenen Lkws war der Unfall nicht vermeidbar. Eine Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmer konnte ebenso ausgeschlossen werden, wie technische Mängel an den Fahrzeugen.

 

 

 

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.