Ebern
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Zwei Varianten für Urnengräber in Ebern

Der städtische Bauausschuss besprach die Möglichkeiten der Bestattung im Friedhof in der Stadt und in zwei Stadtteilen.
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An dieser Hecke im Friedhof Fischbach sollen Urnengräber entstehen, wie Stadträtin Brunhilde Giegold (Vierte von links) erläuterte. Bürgermeister Jürgen Hennemann (Fünfter von links) und die Mitglieder des Bauausschusses hörten die Vorschläge. Helmut Will
An dieser Hecke im Friedhof Fischbach sollen Urnengräber entstehen, wie Stadträtin Brunhilde Giegold (Vierte von links) erläuterte. Bürgermeister Jürgen Hennemann (Fünfter von links) und die Mitglieder des Bauausschusses hörten die Vorschläge. Helmut Will
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Friedhöfe waren ein Thema, das den Bauausschuss der Stadt Ebern am Mittwoch länger beschäftigte. In Augenschein wurden die Friedhöfe in Fischbach und Eichelberg genommen. Der Steinmetzmeister Michael Tully aus Königsberg unterbreitete dem Gremium Vorschläge zur Gestaltung von Urnenbestattungen im Friedhof Ebern.

Im Friedhof Fischbach erläuterte die örtliche Stadträtin Brunhilde Giegold (SPD), die Fischbacher möchten, dass die vorhandene Wasserstelle, die keinen einladenden Anblick bietet, verlegt wird. "Den Vorschlag von Kreisfachberater Guntram Ulsamer, Urnengräber an der Friedhofsmauer an der nördlichen Seite anzubieten, lehnen wir Fischbacher rundum ab", sagte Giegold. Sie schlug vor, Urnengräber unterhalb der Hecke, etwa in der Mitte des Friedhofes, vorzusehen und auf der Wiese eventuell einen Baum zu pflanzen und um diesen herum ebenfalls Urnengräber anzulegen. Eine zweite Wasserstelle im Gottesacker würde sie auch befürworten. Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) sagte dazu, dass das alles mit "einfachen Mitteln" zu machen wäre.

Der Bauausschuss befasste sich auch mit den Robinienbäumen an der Friedhofsmauer. Beschlossen wurde, dass die zwei Robinien, die links am Eingang stehen, entfernt werden sollen, weil die Wurzeln der Bäume bereits sichtbare Schäden an der Mauer verursacht haben.

In Eichelberg wurde der Bauausschuss von Ortssprecher Bernd Ebert erwartet. Seine Frau Kerstin erläuterte im Beisein weiterer Eichelberger die Gedanken der Ortsbewohner für die Gestaltung mit Urnengräbern im Friedhof Eichelberg, was sie mit einem Foto verdeutlichte. Lob gab es für die Eichelberger, vor allem von Stadtrat Manfred Fausten (CSU), da sie sich seit Jahren für ihren Friedhof stark einsetzten. So hatten sie bereits um einen Baum herum eine Fläche austrassiert, wo nach ihrer Meinung Urnengräber entstehen könnten. Der Bauausschuss gab seine Zustimmung.

Im Sitzungssaal stellte Steinmetzmeister Michael Tully aus Königsberg seine Gedanken für Urnengräber im Friedhof Ebern dar. Vor allem zwei Möglichkeiten wurden favorisiert. Bürgermeister Hennemann hatte vorher erklärt, dass man bemüht sei, verschiedene Bestattungsmöglichkeiten anzubieten, auch was die Kosten für die Gräber betreffe. Michael Tully schlug vor: Eine Variante wären Urnenbestattungen mit einer Stele am Rand eines Kreises mit etwa acht Metern Durchmesser, auf der die Namen der bestatteten Personen stehen. "Da könnten 48 Gräber untergebracht werden", sagte der Steinmetz. Die Grabplatten sollten aus Granit sein und das würde auch dem Zeitgeist entsprechen. Diese Anlage würde um die 19 000 Euro kosten, was für ein Grab um die 400 Euro verursachen würde. Diverse Kosten könnten noch hinzukommen, sagte Tully. Jedenfalls sei alles wesentlich billiger als Urnenwände, die sich im Friedhof Ebern schon befinden. Die andere Variante wäre, um einen Baum herum, ebenfalls kreisförmig, 48 Gräber anzuordnen. Die Gräber sollten mit einer Stahleinfassung versehen werden. Diese Variante würde Kosten von knapp 6000 Euro verursachen, wobei auf eine Grabstätte etwa 150 Euro entfielen. Allerdings sollten hier die Grabplatten beschriftet werden, was kostenintensiv wäre. "Damit hätten wir zwei Bestattungsmöglichkeiten zur Auswahl in Ebern, wo wir auch prüfen können, diese in Friedhöfen in den Ortschaften zu verwirklichen", sagte der Bürgermeister. Auch Sitzmöglichkeiten sollen um die Grabstätten herum angeboten werden.

Die beiden Varianten wurden vom Bauausschuss beschlossen und die Aufträge an den Steinmetzbetrieb Tully vergeben. Michael Tully kündigte an, dass alles in der ersten Jahreshälfte 2019 realisiert werden könne. "Damit, denke ich, haben wir eine vernünftige Lösung für unsere Bürger gefunden", schloss der Bürgermeister diese Beratung. Das Ganze wird laut Hennemann in die Friedhofssatzung aufgenommen.

"Große Projekte werfen ihre Schatten voraus", sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann, als er auf den Bauantrag des Landkreises Haßberge für den Neubau des Gymnasiums Ebern zu sprechen kam. Martin Lang vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebern zeigte eine Computersimulation, mit der sich der Bauausschuss in das künftige neue Gebäude hineindenken konnte. Lang erläuterte die einzelnen Bauabschnitte. Der Unterricht geht während des Baus weiter. Bürgermeister Jürgen Hennemann begrüßte die Investition von 27 Millionen Euro am Schulstandort Ebern. "Nach dem Neubau wird alles etwas anders aussehen, als es derzeitig der Fall ist", sagte das Stadtoberhaupt.

Für den Neubau des städtischen Kindergartens "Regenbogen" in Ebern wurden Aufträge vergeben. "Insgesamt liegen die Angebote im Rahmen dessen, was wir veranschlagt hatten", sagte Martin Lang vom Bauamt.

Im Rahmen des Anlagenkonzeptes wurde eine Firma beauftragt, in der Walk-Strasser-Anlage 20 Bäume auf ihren Zustand zu untersuchen. Dabei kam heraus, dass eine Rosskastanie am Pavillon hinter dem Haus Sankt Elisabeth dringend gefällt werden muss, und andere müssten im Auge behalten werden, hieß es. Stadtrat Philipp Arnold (FWE) bat, so viele Bäume wie möglich zu erhalten. "Den Anblick, wenn alle weg wären, möchte ich mir nicht vorstellen", sagte er.

Arnold sprach den vorgesehenen Anbau am Feuerwehrhaus in Reutersbrunn an. "Das dauert wohl noch etwas", sagte dazu der Bürgermeister mit Blick auf das geplante Feuerwehrhaus in Unterpreppach. Stadträtin Brunhilde Giegold wies auf das Feuerwehrhaus/Gemeindehaus in Frickendorf hin. "Da gehört einiges gemacht", sagte sie



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