Rentweinsdorf
Wasserversorgung

Zweckverband beklagt Wasserverluste

Die Finanzen der Rentweinsdorfer Gruppe sind geordnet, der Kubikmeterpreis seit vielen Jahren stabil. Sorgen bereiten allerdings die Fehlmengen.
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Hans Sperber aus Losbergsgereuth (rechts), war fast 25 Jahre für den Wasserzweckverband Rentweinsdorfer Gruppe tätig und erhielt hierfür vom Verbandsvorsitzenden Willi Sendelbeck Dank und ein Präsent.Helmut Will
Hans Sperber aus Losbergsgereuth (rechts), war fast 25 Jahre für den Wasserzweckverband Rentweinsdorfer Gruppe tätig und erhielt hierfür vom Verbandsvorsitzenden Willi Sendelbeck Dank und ein Präsent.Helmut Will
Der Haushaltsplan für den Zweckverband zur Wasserversorgung der Rentweinsdorfer Gruppe für das Haushaltsjahr 2018, der die Gemeinden Ebern, Rattelsdorf, Rentweinsdorf und Untermerzbach umfasst, wurde bei der Sitzung im Rathaus in Rentweinsdorf unter die Lupe genommen. 910 Anwesen werden aus diesen Ortschaften vom Zweckverband versorgt. Für das Haushaltsjahr 2018 erwartet der Zweckverband nach den Worten des VG-Kämmerers Horst Junge Einnahmen von 140 800 Euro.

"Die Finanzlage des Zweckverbandes ist geordnet", sagte Horst Junge, die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt seien die Wassergebühren. Diese beliefen sich im Rechnungsjahr 2016 auf 139 900 Euro. Das Haushaltsvolumen für 2018 ist im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt mit 295 150 Euro um knapp 62 000 Euro höher als im Vorjahr. Im Rechnungsjahr 2016 wurden 107 055 Kubikmeter Wasser verkauft, knapp 2500 Kubikmeter weniger als im Vorjahr. Seit Dezember 2001 betragen die Wassergebühren beim Zweckverband 1,10 Euro pro Kubikmeter Wasser.


Drei bis fünf Liter pro Minute

Zu beklagen seien bisher nicht ergründete Verluste an Wasser, merkte Kurt Schorn, Wasserwart in Rentweinsdorf an: "Wir verlieren in einigen Ortschaften drei bis fünf Liter pro Minute, wo wir nicht wissen, was die Ursache ist." Mit eigenen Gerät könne man diese nicht ergründen, sagte Schorn. Sein Kollege aus dem Markt Rattelsdorf, Karl Hornung, der von seinem Bürgermeister Bruno Kellner bestätigt wurde, schlug dazu vor: "Wir haben wegen solcher Probleme eine Fachfirma beauftragt die mit speziellen Untersuchungsmethoden solchen Phänomenen auf die Spur kommt. Diese Firma kann ich nur empfehlen."

Ausblickend sagte Junge, dass für 2018 keine größeren Investitionen geplant seien. Wie Bürgermeister Bruno Keller aus Rattelsdorf erläuterte, würde sich die Erneuerung der Bergstraße in Mürsbach wohl noch mindestens bis zum Jahr 2019 verzögern. Laut Horst Junge ist diese Maßnahme mit 43 000 Euro eingestellt. "Wir müssen erst abwarten wie der Landtag wegen den Straßenausbausätzen entscheidet um dann kalkulieren zu können", sagte Kellner.

Weiter ist im Baugebiet "Kappelleite III" in Rentweinsdorf eine Erweiterung vorgesehen, wofür etwa 50 000 Euro eingestellt wurden. Eine Aussage,die die Verbandsratsmitglieder von Horst Junge gerne hörten: "Der Zweckverband hat keine Schulden, eine Kreditaufnahme ist nicht geplant."


Rücklagen von 150 000 Euro

Besonderheiten zum Vorjahr seien auch für 2018 nicht zu erkennen. Zu Beginn des Haushaltsjahres 2017 waren Rücklagen in Höhe von 151 400 Euro vorhanden. Zum 1. Januar 2018 betragen die Rücklagen 150 000 Euro. Das Gremium beschloss die Haushaltssatzung und den Haushaltplan in der vorliegenden Form.

Relativ zügig wurden weitere Beschlüsse gemäß den Vorlagen gefasst. So wurde die Jahresrechnung 2016 mit einer verkauften Wassermenge von 107 900 Kubikmeter zur Kenntnis genommen. Ebenso der Bericht über die örtliche Prüfung für das Jahr 2016, der von Verbandsrätin Sabina Sitzmann-Simon erläutert wurde. Für dieses Haushaltsjahr wurde Entlastung erteilt. Gebilligt wurden die Verwaltungskostenbeiträge für das Jahr 2018 zur VG Ebern, die maximal 20 800 Euro betragen dürften, erläuterte Kämmerer Horst Junge. Von der überörtlichen Rechnungsprüfung, die laut Verbandsvorsitzenden Willi Sendelbeck "nicht ganz billig" ist, wurde festgestellt, dass die Verbandssatzung in Teilen angepasst werden müsse. Das wurde zur Kenntnis genommen und gebilligt. Ebenso erfordert Beitrags- und Gebührensatzung eine formale Änderung. Erlassen wurde eine Kostensatzung, da der Wasserzweckverband bisher eine solche nicht hatte, diese aber für Amtshandlungen im eigenen Wirkungskreis des Verbandes nötig ist.


Hans Sperber verabschiedet

Dem Markt Rentweinsdorf, der mit eigenem Bauhofpersonal erhebliche Leistungen für den Zweckverband erbringt, wird ein Kostenersatz geleistet. Das bedarf jedoch erst noch einer Zweckvereinbarung. Die Geschäftsführung und Kassenverwaltung des Zweckverbandes wurde auf die VG Ebern übertragen. Dazu fehlt noch eine schriftliche Vereinbarung, die noch abzuschließen ist. Verbandsvorsitzender Willi Sendelbeck, Bürgermeister in Rentweinsdorf, erließ eine dringliche Anordnung im Zusammenhang mit der Trinkwasserleitungsverlegung wegen Arbeiten der Kanal- und Kabelverlegung im Straßenbau in Höhe von 46 900 Euro. Diese Summe hat der Zweckverband zu tragen. Der Gesamtauftrag beläuft sich auf 386 800 Euro.

Zum Schluss der Sitzung wurde Hans Sperber aus Losbergsgereuth, der fast 25 Jahre für den Wasserzweckverband tätig war, durch Verbandsvorsitzenden Willi Sendelbeck gedankt und mit einem Präsent verabschiedet.
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