LKR Haßberge
Unwetter

Zeil: Sturmböen fegen Bäume auf die Straße

Am Abend des 4. Aprils wurde es unruhig im Kreis Haßberge: Sturmböen ließen in Zeil und bei Knetzgau Bäume auf die Straße stürzen. Auch Ebern betroffen.
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In der Unteren Straße in Zeil stürzten  Bäume auf die Fahrbahn, die Verkehrsteilnehmer konnten aber rechzeitig anhalten, wie dieses Bild zeigt. Es wurde aufgenommen von Nguyen Dieu Linh, die gleich nebenan ein Restaurant betreibt und alles beobachten konnte.
In der Unteren Straße in Zeil stürzten Bäume auf die Fahrbahn, die Verkehrsteilnehmer konnten aber rechzeitig anhalten, wie dieses Bild zeigt. Es wurde aufgenommen von Nguyen Dieu Linh, die gleich nebenan ein Restaurant betreibt und alles beobachten konnte.
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Da war dann doch etwas dran, an der amtlichen Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen und Gewitter: "Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 Stundenkilometer (...) aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit Sturmböen bis 85 Stundenkilometer (...) gerechnet werden", schrieb der Dienst gestern Nachmittag auf seiner Homepage für den Bereich Landkreis Haßberge.

Auf der dreizehnstufigen Beaufortskala von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan), mit der Windgeschwindigkeiten klassifiziert werden, entsprechen 85 Stundenkilometer der Stufe 9, da ist also ordentlich Zug dahinter.

Etwas untertrieben hatte der Wetterdienst mit seinem Hinweis auf mögliche Gefahren: "Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände." Mit Ästen war's nix, denn in Zeil kamen gleich zwei Bäume komplett runter: Sie fielen in der Unteren Straße von einem seitlichen Grundstück aus auf die Fahrbahn.


Zeugin: plötzlich starker Wind

Eine Augenzeugin war Nguyen Dieu Linh, die direkt am Ereignisort das Restaurant Mr. Hoang betreibt. Sie schildert, dass mit einem Mal starker Wind aufkam und die Bäume plötzlich auf die Fahrbahn krachten. Beobachtet hat sie das Ganze vom Schaufenster ihres Restaurants aus, auch ein Foto hat sie davon geschossen (siehe Bild oben). Darauf erkennt man, dass es auf der viel befahrenen Straße (Zufahrt zu den dortigen Lebensmittelläden und zum Gewerbegebiet Gröbera) glimpflich ausging: Zum Zeitpunkt des Baumsturzes befand sich kein Auto darunter, alle Fahrzeuge konnten rechtzeitig anhalten.

Das bestätigt auch die Feuerwehr Zeil, die nur etwas über 100 Meter entfernt von der Unglücksstelle ihre Basis hat. Wie Einsatzleiter Michael Hetterich vor Ort erklärte, seien keine Personen verletzt worden, auch Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. "Zwei Bäume sind von der Seite auf die Straße gefallen." Das war laut Hetterich etwa eine Viertelstunde nach 17 Uhr. Ruckzuck haben die Feuerwehrleute die Bäume mit Motorsägen zerstückelt und an den Straßenrand geräumt. Das dauerte rund 20 Minuten, so dass nach kurzer Zeit der Verkehr wieder normal fließen konnte.


Weiterer Baumsturz im Landkreis

Zeil war aber nicht der einzige Ort im Landkreis, an dem die Sturmböen größere Auswirkungen zeigten. Wie die Polizeiinspektion in Haßfurt auf Nachfrage mitteilte, ist im Waldstück zwischen Knetzgau und Haßfurt ein Baum auf die Staatsstraße 2276 gestürzt. Laut Polizei kam es auch hier weder zu Personen- noch Fahrzeugschäden.

Die Feuerwehr beseitigte den umgestürzten Baum zügig, so dass die Verkehrslage relativ entspannt blieb. Weitere Meldungen über Vorfälle in Zusammenhang mit dem Sturm gingen bei der Polizei am Abend (Stand 18.30 Uhr) nicht ein, wobei es laut Polizei gut möglich ist, dass weitere Meldungen verspätet eintreffen.

Die Polizei in Ebern teilt für ihren Bereich mit, dass dort durch die Sturmböen ein Fahrzeug beschädigt wurde, das von herumfliegenden Teilen und herabfallenden Ästen getroffen worden war.
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