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Ebern
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Wütende Reaktion nach Polizeieinsatz: Mann will Nachbarin die Leviten lesen und gibt sich als Polizist aus

Ein 31-jähriger Mann zeigte sich nach dem Besuch der Polizei alles andere als einsichtig und rannte wutentbrannt zu seiner Nachbarin, die er für den Vorfall verantwortlich machte.
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Blaulicht (6)
Die Polizei musste die Wohnung eines 31-Jährigen in Ebern gleich zweimal aufsuchen. Symbolbild: Christopher Schulz Foto: Christopher Schulz

Zwei Männer und zwei Frauen im Alter von 26 bis 35 Jahren haben sich in einer Wohnung in der Geschwister-Scholl-Straße in Ebern zum Kartenspielen getroffen. Die Polizei ermittelt nun gegen die beiden Personen, die nicht in der Wohnung leben, wegen einem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz. Das teilte die Polizeiinspektion Ebern am Mittwoch (8. April 2020) mit. Schon während die Polizisten die Ermittlung wegen des Verstoßes aufnahmen, seien die Betroffenen äußerst uneinsichtig und aggressiv gewesen.

Als die Polizisten den Ort des Geschehens verlassen hatten, ging der 31-jährige Wohnungsinhaber laut Polizeibericht wutentbrannt zur Wohnung seiner Nachbarin. Er war wohl überzeugt davon, dass sie die Polizei verständigt hatte. Er klopfte an der Tür und gab sich als Polizeibeamter aus. Als seine Nachbarin die Tür öffnete, versuchte er gewaltsam in die Wohnung einzudringen. Das verhinderte jedoch der Lebensgefährte der Frau. Nach seinem gescheiterten Versuch beleidigte der 31-Jährige die beiden massiv, wie die Polizei weiter mitteilt.

Amtsanmaßung, Beleidigung, Nötigung: Gegen den Mann wird nun ermittelt

Die Beamten der Polizeiinspektion Ebern begaben sich daraufhin zurück zur Wohnung. Der 31-Jährige wurde wegen seines aggressiven Verhaltens festgenommen. Es war der Polizei zufolge nicht damit zu rechnen, dass er sich noch beruhigen würde. Der Mann verbrachte die Nacht in Gewahrsam. Gegen den 31-Jährigen wird nun wegen Beleidigung, Amtsanmaßung, Hausfriedensbruch und Nötigung ermittelt.