Laden...
Ebern
Standortsuche

Wohin passt das DFB-Minispielfeld?

Fußmarsch für ein Fußballfeld. Auf Standortsuche für das DFB-Mini-Kunstrasenfeld begaben sich die Mitglieder des Bauausschusses am Mittwochabend. Dabei bereitete das Kleinspielfeld großes Kopfzerbrechen. Eine Entscheidung wurde vertagt. Ein Punkt indes scheint sicher.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Kunstrasenfeld entfernten Mitarbeiter des Kreisbauhofes Ende März. Wo es wieder aufgebaut wird, ist derzeit noch unklar. Foto: Ralf Kestel
Das Kunstrasenfeld entfernten Mitarbeiter des Kreisbauhofes Ende März. Wo es wieder aufgebaut wird, ist derzeit noch unklar. Foto: Ralf Kestel
+6 Bilder
Den Anstoß zum zügigen Wiederaufbau hatte zu Wahlkampfzeiten Jürgen Hennemann noch als SPD-Fraktionsvorsitzender gegeben, indem er einen entsprechenden Antrag an den damaligen Bürgermeister gerichtet hatte. Jetzt muss er ihn selbst ausbaden bzw. umsetzen.

Das Kunstrasenfeld musste dem Hallenbad-Neubau weichen. Und sollte nach dessen Fertigstellung sowie dem Realschulanbau in diesem Bereich wieder aufgebaut werden. Von diesem Gedanken rückt(e) man aber ab.

Ebenes Gelände

Der östliche Bereich der Gedenkstein-Anlage böte wegen der Planie schon einige Vorzüge. "Der Bereich gehört zwar noch zum Anlagenring wird aber hauptsächlich als Hundlaufplatz genutzt, was unserem Bauhof große Probleme bereitet", klagte Bürgermeister Hennemann.

Dieser neue Standort ließe aber eine Nutzung während der Schulpausen nicht zu, weswegen Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (FDP) die Wiese am Bäck-Drive ins Gespräch brachte. Das brächte Vorteile für Mittelschule, Jugendtreff und Ganztagesbetreuung.

Brunhilde Giegold (SPD) plädierte für eine dauerhafte Lösung und fand die Gedenkstein-Lösung prädestiniert. Manfred Fausten (CSU) hingegen meinte, dass "das Feld wieder dorthin soll, wo's war, weil's dort ständig genutzt worden ist." Eckhart Roeß ergänzte als Vertreter des TV Ebern, dass man sich vorstellen könne, wieder eine Brücke über den Angerbach zu bauen, sodass man vom TV-Gelände leicht zum Gedenkstein und Minispielfeld komme.

Die Kosten für den Wiederaufbau gab Bürgermeister mit 25.000 Euro an. "Schon wegen des Unterbaus." Was Rainer Kaffer (Junge Liste) zur Nachfrage brachte, ob sich der Landkreis an diesen Kosten beteilige? Dazu der Bürgermeister: "Natürlich versuchen wir, den Landkreis als Verursacher mit ins Boot zu holen. Bei einem Bau auf städtischem Grund wird dies aber nicht so einfach werden."

Parkplatznot am Krankenhaus

Auf Antrag von Harald Pascher wurde eine Entscheidung vertagt, da Pascher noch weitere Stimmen von bisherigen Nutzern des Spielfeldes einholen will.

Ein weiteres Problem in diesem Bereich: die Parkplatznot. Seitens der Krankenhausverwaltung lag ein Schreiben vor, in dem der Wunsch nach mehr Stellplätzen ringsum das Hospital gebeten wurde. Auf dem Gelände selbst sei schon der Hubschrauber-Landeplatz fürs eigene Personal zur Verfügung gestellt worden.

Bürgermeister Hennemann verwies auf Gespräche mit Schulbus-Unternehmern, wonach keine Busse mehr auf dem Realschulparkplatz abgestellt werden sollen. Weitere Parkplätze sollen durch das Versetzen von drei Altglas-Containern und den Abriss eines alten, nicht mehr benötigten Buswartehäuschens entstehen. Geprüft wird auch, ob zwei, bislang vom Roten Kreuz genutzte Garagen abgerissen werden können.

Plätze entlang der Angerstraße

In diesen Bereich in Richtung Angerstraße sollen auch die Altglas-Container versetzt werden. Des Weiteren präsentierte Bauamtsleiter Martin Lang den Vorschlag, 18 Parkplätze auf der Wiese entlang der Angerstraße an der Nordseite für Lehrer der Realschule anzulegen. "Der Fußweg bleibt dabei aber erhalten, weil das war zuvor ein Trampelpfad, und das ist das beste Zeichen, dass er genutzt wird", ergänzte Bürgermeister Hennemann.

Weiter ging es auf dem Fußmarsch am proppenvollen Wohnmobilstellplatz vorbei, wo nun mit Bauzäunen eine Arrondierung angelegt wurde. Die wurden mit Foto-Tüchern bespannt, die mit touristischen Zielen bedruckt sind. "Das kann man auch anderswo mal verwenden", fand Hennemann: "Zum Beispiel in leeren Schaufenstern." Der Weiterbau des Fußweges auf dem einstigen Bahndamm erfolgt laut Bürgermeister erst nach Abschluss der Hallenbad- und Realschulbauarbeiten. "Wir wollen für ein Provisorium kein Geld ausgeben." Dieser Bereich diene auch als Baustellenzufahrt, ebenso wie ein Weg, der von der Georg-Nadler-Straße abzweigt. "Die Anfahrt von der Coburger Straße her hat sich wegen der Ampel und der Hanglage als zu schwierig herausgestellt", so Hennemann.

Weitere Alleebäume fallen

Vier Bäume müssen entlang der Julius-Allee in Eyrichshof gefällt werden, weil sie eine Gefahr darstellen. Nachpflanzungen sollen folgen, wozu aber ein Konzept zwischen Stadt, Landkreis und Anliegern abgestimmt werden soll, so Hennemann.

Laut Alfons Schanz, Leiter der Tiefbauabteilung am Landratsamt, dürften neue Bäume nicht mehr so nahe am Fahrbahnrand gepflanzt werden. "Das ist unsere einzige Stadt-Allee und wir wollen sie erhalten, müssen uns aber an die Bestimmungen halten", versprach der Bürgermeister. "Bei einer Allee stehen die Bäume doch immer nah an der Straße", wunderte sich Philipp Arnold (Freie Wähler). "Das muss gut überlegt sein", ergänzte Martin Lang, der vermutete, dass die Bäume auf Kreisgrund "am Freitag schon wegkommen".

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren