Ebern
Natur

Wer so alles auf der Wiese wohnt ...

Die Försterin Katharina Schafhauser führte eine Schmetterlingswanderung für Kinder bei Ebern.
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Vorsichtig wird hier ein Schmetterling umgesetzt.
Vorsichtig wird hier ein Schmetterling umgesetzt.
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Was haben das große Ochsenauge, das kleine Wiesenvögelchen und der Storchschnabelbläuling gemeinsam? Richtig, es sind alles Schmetterlinge, in deren Welt Interessierte bei einer

Schmetterlingswanderung mit Försterin Katharina Schafhauser abtauchen konnten. Speziell für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren konzipiert, ging es vom ehemaligen Bundeswehrgelände in Ebern aus in Richtung Käppele im Stadtwald.

Angekommen auf einer großen, artenreichen Wiese, gab es für die jungen Naturforscher kein Halten mehr. Ausgerüstet mit Kescher, Becherlupe und Bestimmungsbuch gingen sie auf die Jagd nach den Tieren der artenreichsten Insekten-Ordnung. Katharina Schafhauser, die auch Waldpädagogin ist, stellte klar, dass alle Schmetterlinge wieder freigelassen werden und keiner zu Schaden kommt, denn "es ist sehr sinnvoll, den Kindern das schützenswerte Tierreich näher zubringen, damit sie es auch beachten können".

Unterstützt wurde die Försterin bei der Wanderung von ihren eigenen Kindern, der zwölfjährigen Kira und dem neunjährigen Karl. Beide haben von klein auf die direkte Verbindung zur Natur. Kein Wunder, denn neben der Mutter hat auch der Vater als forstwirtschaftlicher Berater einen speziellen Draht zu Wald und Wiese. Sehr bestimmungssicher ist bereits Tochter Kira, die nur in seltenen Fällen ein Handbuch zu Rate ziehen musste. Den Kaisermantel, schwarzgefleckten Bläuling oder auch den Kohlweißling kann die Gymnasiastin sofort identifizieren.

Natürlich wurden nicht nur Schmetterlinge, sondern auch andere Wiesenbewohner wie zum Beispiel Grashüpfer genauer unter die Lupe genommen. Sohn Karl hatte zusammen mit einigen Jungs sogar ziemlich große Exemplare entdeckt.

"Schmetterlinge dürfen auf keinen Fall mit den Fingern berührt werden", erklärte Katharina Schafhauser den zehn Kindern, die aus Ebern, Maroldsweisach und Zeil den Weg zu diesem Naturerlebnis gefunden hatten. Die Flügel sind nämlich mit winzigen Schuppen besetzt, die wie Dachziegel angeordnet sind und dem Schmetterling seine Farbe geben. Wenn man diese Schuppen berührt, so die Waldexpertin weiter, fallen sie ab. Der Schmetterling kann dann nicht mehr fliegen und muss verhungern oder wird gefressen. Dementsprechend vorsichtig gingen die Kinder zu Werke.

"Das hat uns sehr gut gefallen und wir sind im nächsten Jahr wieder dabei", erzählten Luis (sieben Jahre) und Emely (zehn) aus Fischbach. Die Geschwister lieben die Natur und waren erstaunt, welche verschiedenen Arten es gibt.

In den Genuss von Führungen mit Kathrina Schafhauser können bei entsprechender Anmeldung auch alle Schulen im Landkreis kommen. Gerne unterrichtet die Fachfrau auch im "grünen Klassenzimmer" im Burgpreppacher Gemeindeteil Ibind. Mit viel Eigenleistung der Bürger wurde hier eine Waldhütte errichtet, die der Umweltbildung dient und von deren Standort aus man den Wald und die Natur mit allen Sinnen entdecken kann.

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