Hofheim i. UFr.

Weltgebetstag: Kuba und die weiße Mariposa

Das ökumenische Vorbereitungstreffen zum Weltgebetstag der Frauen in Hofheim beschäftigte sich mit der Geschichte des Landes.
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So begeistert wie diese beiden waren viele Teilnehmerinnen, die sich nach der Pause ebenfalls von den flotten kubanischen Rhythmen anstecken ließen. Foto: Jens Fertinger
So begeistert wie diese beiden waren viele Teilnehmerinnen, die sich nach der Pause ebenfalls von den flotten kubanischen Rhythmen anstecken ließen. Foto: Jens Fertinger
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Das ökumenische Vorbereitungstreffen zum Weltgebetstag von Frauen aus den Dekanaten Haßfurt, Ebern und Rügheim zum Weltgebetstag (WGT) fand heuer im katholischen Pfarrheim in Hofheim statt. In den Monaten zuvor hatte sich ein Team von Frauen (Charlotte Seitz, Elfriede Schneider, Rosemarie Endreß, Doris Geuß und Sandra Lohs) auf diesen Nachmittag vorbereitet, um bei dem Treffen die Geschichte von Kuba sowie die Gottesdienstordnung den rund hundert Anwesenden vorzustellen.

Gleich zu Beginn erhielten die Teilnehmerinnen Unterlagen, unter anderem die Gebetsordnung, ein Segensbändchen sowie eine Papierblüte der Mariposa Blanca. Der weiße Schmetterlingsjasmin ist die Nationalblume Kubas.
Für die musikalische Unterstützung sorgten erstmalig Ludwig Wolf sowie die Theologin Sandra Lohs, die auch für Teile der Vorstellung verantwortlich zeichnete.
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Hohes Interesse

Der Saal war voll besetzt, was das ungebrochen hohe Interesse an dieser ökumenischen Veranstaltung unterstreicht. Im Namen des Vorbereitungsteams hieß Elfriede Schneider die Anwesenden willkommen, ehe Doris Geuß Informationen über Kuba in Form einer Reise vorstellte. Dabei spannte sie geschichtlichen Bogen von Kuba als spanische Kolonie, über den Kampf um die Unabhängigkeit und die kubanische Revolution bis hin zum Weg in den Sozialismus. Im Vordergrund standen dabei nicht zuletzt Kubas Nationalhelden Ernesto "Che" Guevara, Fidel Castro und Camilo Cienfuegos. Sie vergaß auch nicht, das diplomatische Tauwetter zwischen USA und Kuba zu erwähnen, das im vergangenen Jahr dazu führte, dass in beiden Staaten wieder Botschaften eingerichtet wurden. Daneben hatte Doris Geuß noch die wirtschaftliche Lage sowie bildungspolitische Themen und das Leben der Frauen im Blick.


"Nehmt Kinder auf"

Charlotte Seitz stellte den Teilnehmerinnen schließlich noch das Titelbild zum Weltgebetstagsmotto "Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf" vor, das die Künstlerin Ruth Mariet Trueba Castro mit den Worten erklärt: "Die Tür eröffnet einen Weg für Kuba, das durch unseren Nationalbaum - die Königspalme - und das koloniale Bogenfenster in den Nationalfarben symbolisiert wird. Die Männer auf dem Pferdekarren stehen für das Element Arbeit; und die beiden Hände repräsentieren die Diversität innerhalb der Bevölkerung."
In der Kaffeepause schauten sich die Teilnehmerinnen Produkte des Eberner "Weltladens" an und konnten kubanischen Kaffee, Rum und Zuckerartikel kaufen.

Rosemarie Endreß stimmte die Anwesenden mit einem "Café Cubane" auf die Gottesdienstordnung ein. Zum Teil recht aufwändig ging man die einzelnen Passagen des Gottesdienstes, die das kubanische Komitee erarbeitet hatte, durch. Sandra Lohs legte den Schwerpunkt ihrer Ausführungen auf die "Kindersegnung" im Markusevangelium, die das Team in einem kleinen Rollenspiel verdeutlichte. Im Laufe des Nachmittags ergänzten die Frauen des Leitungsteams die Mitte immer wieder mit Accessoires, so zum Beispiel beschriftete Papierblüten, Rasseln, Kerzen, Zuckerrohr und Schüsseln, aber auch mit einer Bibel und Teilen der Landkarte Kubas.
Bevor man mit Sendung und Segen auseinanderging, wurde noch die Kollekte eingesammelt, die in diesem Jahr den ausgewählten WGT-Projekten zugutekommen soll.

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