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Wassersport: Stand-Up-Paddling in Sand am Main

Stand-Up-Paddling liegt voll im Trend. In Sand am Main hat eine Stand-Up-Paddling Station eröffnet. Was daran so faszinierend ist?
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Viele Stand-Up-Paddler sind schon auf dem Baggersee in Sand unterwegs. Fotos: Jutta Rudel
Viele Stand-Up-Paddler sind schon auf dem Baggersee in Sand unterwegs. Fotos: Jutta Rudel
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Urlaubsfeeling mit Strand, Sonne und Wasser und das in Sand am Main? Das gibt's! Und zwar am Sander Baggersee. Nicht nur die Sandflächen und das Wasser, sondern auch die neue Stand-Up-Paddling-Station (SUP) machen den Baggersee zum Erlebnisort.

Wenn man stehen, knien und schwimmen kann, ist SUP kein Problem. "Es wackelt in den ersten fünf Minuten ein bisschen, danach ist es kein Problem mehr", beschreibt der Besitzer des SUP-Standes, Thomas Kehrberger, die Trendsportart. Was so schwierig aussieht und vermeintlich viel Gleichgewichtssinn benötigt, sei eine der leichtesten Sportarten, die es gibt. "Das Gleichgewicht wird vom Board übernommen. Je größer, desto stabiler", erklärt Kehrberger.

Auch das Paddeln selbst findet er nicht kompliziert. "Die Koordination bekommt jeder hin. In rund zehn Minuten kann man auf dem Wasser rumfahren", sagt der Profi. Der im Standort Sand am Main viele Vorteile sieht. "Es ist ein riesen See, und der Sandstrand ist ideal", schwärmt Kehrberger.

Auch die Lage ist für ihn wegen des großen Einzuggebietes perfekt. "Die Leute kommen aus den ganzen Haßbergen, Haßfurt, Schweinfurt und sehr viele aus Bamberg", sagt er.

Die Gemeinde Sand ist froh, "den Campingplatz wieder mehr zu beleben", sagt die Verwaltungsangestellte der Gemeinde Sand, Margit Mahr. Vor einigen Jahren hat es dort einen Bootsverleih gegeben. Nun soll die Stand-Up-Paddling-Station den Campingplatz aufwerten.

Sie selbst war bei den Vertragsgesprächen zwar nicht dabei, hat diesen Sport aber ausprobiert: "Es ist toll. Man sieht die Natur von einer ganz anderen Seite." Und es sei eine Aktivität, die jeder ausüben könne.

Thomas Kehrberger, freizeittechnisch, "der Dooomas", sieht darin die Lust am SUP: "Man kommt von der Arbeit, stellt sich aufs Board und ist mitten in der Natur." Er betreibt das Stand-Up-Paddling seit vier Jahren. "Nach dem ersten Mal war ich süchtig." Begonnen hat er dann in Bamberg beim Verein "Neptun". Dort hat er auch einen Trainerschein gemacht.

Sicherheitsaspekte sind wichtig

"Man muss das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber und eine Sup-Ausbildung haben", sagt Kehrberger. Rettungs- und Sicherheitsaspekte lernte er ebenso, wie man anderen Menschen das Stand-Up-Paddling überhaupt beibringt.

Lernen kann das laut Kehrberger jeder. Der jüngste Paddler in Sand heißt Elia und ist vier Jahre. "Kinder können immer in Begleitung der Eltern auch vorne auf dem Brett sitzen", sagt Kehrberger. Der älteste Teilnehmer war 68 Jahre alt - er ist mittlerweile "einer der Glücklichsten auf dem Board".

Drehen, auf dem Board laufen, nach hinten und vorne kippen - Kehrberger ist einer derjenigen, die mit den Interessenten fachgerecht trainieren kann. "Nach 90 Minuten kann man wirklich alles", sagt er.

"Das Schlimmste sind schlechte Boards", gibt Kehrberger als Rat an alle mit, die sich ein solches Sportgerät anschaffen wollen. Die billigen Boards biegen sich durch, halten wenig wenig aus, sind entweder zu schwer oder zu leicht. Das gilt auch für die Paddel: Sie können schnell zu schwer sein oder im Wasser versinken.

Für das nächste Jahr plant Kehrberger schon. Ihn inspiriert dabei der Zugang zum Main. Außerdem will er Sup-Yoga anbieten. Noch mehr Entspannung mitten auf dem Wasser.



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