Haßfurt
Unfall

Wasserfahrzeug der FFW in Haßfurt hat ein Loch

Wo das neue Wasserfahrzeug abgeblieben sei, fragten Besucher beim "Tag der offenen Tür" der Feuerwehr Haßfurt. Eine detaillierte Antwort blieb damals aus, und die Gerüchteküche brodelte.
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Das Mehrzweckboot der Feuerwehr Haßfurt bei einer Übungsfahrt auf dem Main im vergangenen Jahr Foto: p
Das Mehrzweckboot der Feuerwehr Haßfurt bei einer Übungsfahrt auf dem Main im vergangenen Jahr Foto: p
Es war ein Gesprächsthema, das ganz nach dem Prinzip "Stille Post" eine sonderbare Eigendynamik entwickelte. Bei der Feuerwehr Haßfurt fehlte am "Tag der offenen Tür" Ende September das neue Mehrzweckboot. Das fiel nicht gleich jedem auf. Klar war, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbar war. Aber warum?

Das Boot, erklärt Kommandant Martin Volpert, sei bei einer Übungsfahrt am Ufer angestoßen und aufgesetzt. "Dann war ein Loch im Rumpf." Das hatte sich herumgesprochen. Jedoch wurde wild spekuliert. "Unüberlegtes Handeln" und "Kühnheit" sollen zum Unfall geführt haben. Außerdem sei das Boot mit höchster Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

Nicht einfach zu steuern


Volpert widerspricht hier: "Es war eine Übungsfahrt, die macht man nicht mit voller Fahrt." Er habe mit den Verantwortlichen gesprochen, sie hätten ihm plausibel erklären können, wie es zu dem Unfall gekommen war. "Ein Boot ist nicht einfach zu steuern", sagt er. Da reichten ein bisschen Wind und der Wellenschlag, und schon werde das Wasserfahrzeug beeinträchtigt. "Das ist anders als beim Auto." Sei man dann zu nahe am Ufer und fahre auf, "ist ein Loch drin". Der Person, der das passiert ist, ist es zudem "megapeinlich". "Wir durften uns schon einiges an Hohn und Spott anhören. Aber wir sind auch nur Menschen."

10   000 Euro Schaden - wer zahlt?


Der Unfall ereignete sich im Juli, neun Monate nachdem die Feuerwehr das Mehrzweckboot angeschafft hatte. Das 230-PS-Vehikel wurde daraufhin zum Verkäufer Nordland-Hansa nach Rostock gebracht. Von dort aus ging es nach Finnland, wo der Rumpfhersteller sitzt. 10   .000 Euro betrug der Schaden am rund 138.000 Euro teuren Fahrzeug.

Hier hat sich das Gerücht verbreitet, dieser Unfall koste den Steuerzahler eine gute Stange Geld. "Alles Schmarrn", sagt Volpert. "Wir haben eine Versicherung abgeschlossen." Deswegen seien keine Reparaturkosten für die Feuerwehr entstanden. Und auch der Beitrag sei nicht erhöht worden, das hatten die Vertragsbedingungen so vorgesehen. Nun ist das Boot laut Volpert vollständig repariert und wieder voll einsatzfähig.
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