Gädheim
Versorgung

Wasser wird in Gädheim 60 Cent billiger

Im Gädheimer Gemeinderat ging es um die Kanalisation, sinkende Wassergebühren, den erfolgreichen Bauernmarkt und die Dorferneuerung in Ottendorf.
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Um 60 Cent pro Kubikmeter werden die Kanalgebühren in Gädheim ab kommendem Jahr sinken.Ulrike Langer
Um 60 Cent pro Kubikmeter werden die Kanalgebühren in Gädheim ab kommendem Jahr sinken.Ulrike Langer

Positive Nachrichten gab es für die Gädheimer in der Gemeinderatssitzung am Montagabend: 2019 sinken die Kanalgebühren von aktuell 2,28 Euro pro Kubikmeter auf 1,68 Euro. Die Grundgebühr bleibt bei 3,75 Euro im Monat.

Wie der Kämmerer Marco Weber in der Vorlage für den Gemeinderat ausführte, müsse zwar im neuen Kalkulationszeitraum 2019 bis 2021 noch ein Defizit in Höhe von 22 000 Euro ausgeglichen werden. Doch sei im aktuellen Kalkulationszeitraum 2016/2018 noch ein Defizit aus Vorjahren in Höhe von 78 000 Euro auszugleichen gewesen.

Weber wies auch darauf hin, dass in den kommenden Jahren umfassende Sanierungsmaßnahmen im Kanalnetz, unter anderem in Greßhausen, anstünden. Hierbei sei noch festzulegen, welcher Anteil über Beiträge und welcher über Gebühren langfristig zu finanzieren sei. Es sei daher in den kommenden Kalkulationszeiträumen wieder mit höheren Gebühren zu rechnen.

Andererseits erlaube der Gesetzgeber nicht, Geld für diese Investitionen anzusparen. Bürgermeister Peter Kraus betonte, dass Investitionen über mehrere Jahrzehnte abgeschrieben würden und daher nicht damit zu rechnen sei, dass die Gebühren nach den anstehenden Kanalsanierungen über den bisher gültigen Betrag ansteigen würden. Der Gemeinderat beschloss die Gebührensenkung.

Die Kanalsanierung im Griesweg Greßhausen startete Anfang Oktober. Die beauftragte Firma hat begonnen, die Kanäle im Schotterweg neben dem Spielplatz mit einem Inliner auszukleiden. Wenn dieser richtig ausgehärtet sei, werden die Feinarbeiten zurAnbindung durchgeführt, wurde ferner mitgeteilt.

Kurz aus dem Gemeinderat

Bauernmarkt Mit einem ebenfalls positiven Rückblick auf den Bauernmarkt der Gemeinde Gädheim hatte Bürgermeister Peter Kraus die Sitzung auch begonnen. "Wir hatten ja auch einige Neuerungen, die eine gute Resonanz erfuhren", sagte er. So waren erstmals alle Essensstände in der Hauptstraße zu einer Food-Meile zusammengefasst und doppelt so viele Tische und Bänke wie bisher aufgestellt worden. Auch die Verlegung der Kaffeebar der Kindertagesstätte in die Feuerwehrhalle hatte sich als sinnvoll erwiesen. Gemeinderat Klaus Sterlings, der den Markt organisiert hatte, berichtete, dass er bereits in der Planung für 2019 stehe und die Standbetreiber betont hätten, dass sie gern wieder nach Gädheim kämen. Udo Sahlender merkte erfreut an, dass rund zehn kleinere Besuchergruppen nach dem Besuch des Bauernmarktes auch die Wallfahrtskirche in Greßhausen besichtigt hätten.

Dorferneuerung Wie Peter Kraus mitteilte, sei die Bürgerversammlung zum Thema "Dorferneuerung" in Ottendorf gut besucht gewesen. Auch seien die Anwesenden vom Grundprinzip her mit dem einverstanden, was beim Seminar in Klosterlangheim ausgearbeitet worden sei. Lediglich das Fehlen der jüngeren Generation habe die gute Stimmung etwas getrübt.

"Hier müssen die Ottendorfer direkt und im persönlichen Kontakt die jungen Ottendorfer motivieren", sagte er. Bedauerlich sei auch gewesen, dass fünf der zwölf Gemeinderäte nicht anwesend gewesen seien, obwohl der Gemeinderat die letztliche Entscheidung bezüglich der Dorferneuerung treffen werde.

Mitfahrgelegenheit Bürgermeister Peter Kraus verlas eine Stellungnahme der Verwaltungsgemeinschaft Theres. Darin heißt es, dass Personen im Schülerbus bis zur nächstgelegenen Haltestelle des Linienverkehrs kostenlos mitgenommen werden könnten. Allerdings nur aus Orten, die nicht über den ÖPNV an den Linienverkehr angebunden sind, also aus Greßhausen und Wagenhausen. Es könne aber keine Garantie gegeben werden, ob und wann ein Schülerbus fahre.



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