Haßfurt
Vertragsunterzeichnung

Viele Initiativen für Schüler im Kreis Haßberge

Der Bildungsbeirat der Bildungsregion Landkreis Haßberge hat offiziell die Arbeit aufgenommen.
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Schulrätin Susanne Vodde und Landrat Wilhelm Schneider als Vorsitzende des Bildungsbeirates unterzeichneten offiziell die Geschäftsordnung.  Christian Licha
Schulrätin Susanne Vodde und Landrat Wilhelm Schneider als Vorsitzende des Bildungsbeirates unterzeichneten offiziell die Geschäftsordnung. Christian Licha
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Offiziell unterzeichnet wurde dieser Tage die Geschäftsordnung bei der ersten Sitzung des neuen Bildungsbeirates der Bildungsregion Landkreis Haßberge. Im großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Haßfurt zeigten sich die beiden Vorsitzenden, Landrat Wilhelm Schneider und Schulrätin Susanne Vodde, erfreut, dass dieses wichtige Gremium gegründet wurde. Ihm gehören 42 Vertreter aus frühkindlicher Bildung, Schulen, Politik, Wirtschaft und Verwaltung an.

Zum Themenschwerpunkt Demokratie, Werte und Bildung wurden verschiedene Projekte vorgestellt. In Vertretung für die verhinderte unterfränkische Regionalkoordinatorin Wiebke Lewring präsentierten Vertreter der Schulen ihre Arbeit zum Thema "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage".

Konrektorin Tabinda Plischke und Verbindungslehrerin Corinna Hartwich-Beck von der Wallburg-Realschule Eltmann zeigten auf, welche Veranstaltungen in ihrer Schule verwirklicht wurden. So gab es zum Beispiel einen Ausstellungsbesuch zum Thema "Muslime in Deutschland" und den Workshop "Sch(w)ule und Le(s)ben". Für die Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt sprach Konrektorin Sabine Kral, die ein Sprachförderprojekt den Anwesenden näher brachte, bei dem Schüler Deutschlernende unterstützen. Bildungskoordinatorin Anja Güll präsentierte das Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern, das bereits seit 2012 den Titel "Schule ohne Rassismus" trägt und Digitalministerin Dorothee Bär als Schirmherrin hat.

Über die "Interkulturellen Wochen im Landkreis Haßberge", die vom 14. September bis 25. Oktober diesen Jahres stattfinden werden, referierte Bettina Fritzler, die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte. Es wurden verschiedene Veranstaltungen vorgestellt, die die Schulen dazu veranstalten können. So gibt es zum Beispiel eine zweisprachige Lesestunde, die für Schüler ab der ersten Klasse in Grundschulen angeboten werden kann. Hier wird eine Kurzgeschichte im sprachlichen Dialog vorgelesen und anschließend der Inhalt mit Basteln, Singen und Malen vertieft. Für die älteren Schüler ab der fünften Klasse kann die Kolping-Roadshow gebucht werden, die mit einem Informationsmobil Inhalte zu Flucht und Integration bereitstellt. Ein Themenvormittag mit "Mission Eine Welt" können die Achtklässler und ältere Schüler erleben, bei dem es neben Vorträgen auch Workshops und einen Stationen-Parcours gibt.

Das Bundesprogramm "Demokratie leben" und lokale "Partnerschaft für Demokratie" stellte Theresa Greß vom Mehrgenerationenhaus (MGH) Haßfurt vor. Hier werden Initiativen, Vereine und engagierte Bürger unterstützt, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen. Unter der Federführung des Landratsamtes Haßberge wird die "Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Haßberge" durch die Koordinierungs- und Fachstelle im MGH zusammen mit einem Begleitausschuss und einem Jugendforum umgesetzt. Die Leitziele sind unter anderem die Schaffung einer engmaschigen Struktur mit Angeboten zur Demokratiebildung und zur Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema "Rassismus im Alltag" oder die Stärkung der Zivilcourage.

Zur digitalen Ausstattung an Schulen gab Landratsamt-Geschäftsleiter Horst Hofmann einen Überblick. So gibt es momentan ein Förderprogramm auf Landesebene, bei dem für drei Jahre ungefähr 89 Euro pro Schüler im Jahr bezuschusst werden. Hierfür können im Wesentlichen lose Geräte und Darstellungsmittel gekauft werden, wobei Hofmann den Rat gab, dringende Ersatzbeschaffungen hiermit zu tätigen.

Viel Zeit investierte Bildungskoordinatorin Anja Güll für die Erstellung einer Bewerbung für das Siegel "Digitale Bildungsregion". Die verantwortlichen der verschiedenen Schulen und Einrichtungen unterstützen sie tatkräftig. Den Anwesenden präsentierte Güll die fast fertige Ausfertigung, die vom Bildungsbeirat einstimmig genehmigt wurde. Interessant dabei war, dass ganz im Sinne von Digital die Abstimmung elektronisch erfolgte. Mit einem QR-Code konnten die Stimmberechtigten sich ein Tool auf ihr Handy laden und dann dort mit Ja oder Nein stimmen.

Mit neuen Projekten wie beispielsweise dem "Messenger-Dienst-Newsletter", der Neugestaltung des Bildungsportals oder dem Aufbau eines Referentenpools geht es in den nächsten Monaten weiter im Bildungsbeirat. Die Themen seien aber nicht "in Stein gemeißelt", sagte Vorsitzende Susanne Vodde betonte, es könnten weitere Ideen und Projekte aufgenommen werden.

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