Rügheim
Kommunalpolitik

Viel für Kunst und Kultur im Landkreis getan

Der Sport- und Kulturausschuss des Kreistages verabschiedete die Kulturbeauftragte Renate Ortloff.
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Kulturbeauftragte Renate Ortloff widmet sich nach fünf Jahren im Amt neuen Aufgaben. Landrat Wilhelm Schneider bedankte sich für ihren Einsatz.  Martin Schweiger
Kulturbeauftragte Renate Ortloff widmet sich nach fünf Jahren im Amt neuen Aufgaben. Landrat Wilhelm Schneider bedankte sich für ihren Einsatz. Martin Schweiger

Nach fünf Jahren im Amt wird sich die Kulturbeauftragte des Landkreises, Renate Ortloff, künftig neuen Aufgaben widmen. Am Montag ließ sie bei der Sitzung des Sport- und Kulturausschusses des Kreistages Haßberge in Rügheim die Meilensteine ihres Wirkens Revue passieren.

Seit April dieses Jahres gibt es die Internetseite www.kulturraum.hassberge.de, auf der sich Kulturschaffende und Veranstalter selbst eintragen können und Informationen über ihre Veranstaltungen oder Kurse mitteilen können, die dann vom Kulturbüro freigeschaltet werden. Das letzte Projekt, das über diese Internetseite beworben wurde, waren die drei Rundwanderwege in Steigerwald mit Werken des Künstlers Herman de Vries. Hierfür wurden auch eine eigene SprachApp und eine Online-Karte entworfen.

Erfolgreich entwickelten sich die Museumstage, die seit dem Jahr 2016 jährlich stattfinden. Die Besucherzahlen stiegen von 204 Besuchern in 17 Einrichtungen im Jahr 2017 auf 765 Besucher in 18 Orten in diesem Jahr.

Workshops und Vorträge werden ebenfalls seit 2016 in der Broschüre "Kunststück" angeboten und erfreuen sich ebenso steigender Beliebtheit. Die Haßberge-Tracht entstand aus historischen Vorlagen aus den drei Altlandkreisen und den Farben des Landkreiswappens. Zurzeit gibt es über 80 Trachten. Landrat Wilhelm Schneider bedankte sich bei Renate Ortloff dafür, dass sie die Themen Kunst und Kultur im Landkreis weiterentwickelt und das Netzwerk zum Laufen gebracht habe.

Für die Volkshochschule Haßfurt und das Volksbildungswerk Königsberg genehmigte der Ausschuss Zuschüsse in Höhe von insgesamt 12 500 Euro, die nach Anzahl der geleisteten Doppelstunden aufgeteilt wurden. Die VHS Haßfurt erhielt 8454,73 Euro und das VBW Königsberg 4045,27 Euro.

Die Partnerschaften des Landkreises mit Frankreich, Israel, Schweden und Polen sollen auch im kommenden Jahr gepflegt werden. Hierfür stellte der Ausschuss 22 500 Euro bereit. Im kommenden Jahr soll in Pierrelatte ein "Place de Haßfurt" eingeweiht werden, zu der Vertreter der Stadt und des Landkreises eingeladen werden, wie Horst Hofmann (Landratsamt) berichtete. Im Juli dieses Jahres fand die Jugendbegegnung mit den Partnern vom Musikkonservatorium im israelischen Kiryat Motzkin statt. Die Jugendlichen kamen zum Gegenbesuch in den Landkreis Haßberge. Die Planungen für einen Gegenbesuch im Mai 2020 in Israel laufen bereits.

Begegnungen mit der schwedischen Partnerstadt Lindesberg kamen in diesem Jahr nicht zustande, sind aber für 2020 geplant. Mit der polnischen Partnerstadt Klobuck ist die Unterstützung für die Gründung einer deutsch-polnischen Interessentengruppe geplant sowie eine Pilgerfahrt im August und ein Besuch im Herbst 2020.

Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Gerald Makowski, berichtete von den Jahreshöhepunkten wie der Sportgala, der Jugendehrung, dem integrativen Sportfest in Hofheim und dem Franken-Aktiv-Tag. Die Sportlerin des Jahres 2018 heißt Sarah Vestner vom TC Sand. Sportler des Jahres 2018 wurde Philipp Lehmann vom MSC Knetzgau. Mannschaft des Jahres 2018 wurden die Kegler "Gut Holz" Zeil und für ihr Lebenswerk 2018 wurde Nicole Baum-Helbig aus Ebelsbach geehrt. Derzeit gibt es im Landkreis 147 Sportvereine - drei weniger als noch im Jahr 2016. Es bestehen 34 verschiedene Sportfachverbände, unter denen Fußball mit 16 841 Mitgliedern der größte ist, gefolgt von den Turnern mit 5460 Mitgliedern. Schlusslicht sind die Triathleten mit neun Mitgliedern und die Hockeyspieler mit sechs Sportlern. Landkreisweit gibt es aktuell 33 355 Mitglieder im BLSV - 76 weniger als 2016.

Der Kulturausschuss tagte erstmals im Schüttbau in Rügheim, der erst vor kurzem vom Bezirk an die Stadt Hofheim übergeben wurde. Hausherr Bürgermeister Wolfgang Borst (Hofheim) bedankte sich bei Landrat Wilhelm Schneider für die Buchung des Konferenzraums und gab als Ziel eine "leicht rote Null" für den Betrieb des historischen Gebäudes aus. Kreisrat Thomas Wagenhäuser (Junge Liste) lobte Susanne Makowski für ihr Engagement für die Partnerschaft mit Israel.

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