Knetzgau
Leitungsbau

Verband entscheidet richtungsweisend

Der Wasserzweckverband Knetzgau-Sand-Wonfurt-Gruppe hat die geplante Verlegung der Hauptwasserleitungen in Sand und Wonfurt abgesprochen
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Der Sander Bürgermeister Bernhard Ruß (2.von rechts) zeigt (weiter von links) Wasserwart Wolfgang Thein, seinen Amtskollegen Stefan Paulus und Holger Baunacher sowie Planungs-Ing. Günter Englert, wo die Hauptwasserleitung entlang des Stückäckerweges an Sand vorbei bis zum Übergabeschacht in der Talsenke vorbei geführt werden kann. Foto: Alfons Beuerlein
Der Sander Bürgermeister Bernhard Ruß (2.von rechts) zeigt (weiter von links) Wasserwart Wolfgang Thein, seinen Amtskollegen Stefan Paulus und Holger Baunacher sowie Planungs-Ing. Günter Englert, wo die Hauptwasserleitung entlang des Stückäckerweges an Sand vorbei bis zum Übergabeschacht in der Talsenke vorbei geführt werden kann. Foto: Alfons Beuerlein
Teile der Wasserhauptleitung in Sand und in Wonfurt sollen neu verlegt werden. In einer Arbeitssitzung haben die Bürgermeister Stefan Paulus aus Knetzgau, Holger Baunacher aus Wonfurt und Bernhard Ruß aus Sand (im Bild oben Zweiter, Dritter und Vierter von links) die Planung des Wasserzweckverbands (kurz WZV) der Knetzgau-Sand-Wonfurt-Gruppe besprochen. An der Sitzung nahmen auch Günter Englert vom Technischen Büro Werner in Eltmann (rechts) und Wasserwart Wolfgang Thein (links) teil. Die Leitungsänderung soll Sicherungsmaßnahmen und dem Erhalt der Wasserqualität dienen.


Früher Acker-, heute Bauland

Die in den 1960er Jahren errichtete Hauptwasserleitung des WZV verlief von den Brunnen bei Limbach nach Knetzgau über Sander Gebiet, als der südliche Teil der Gemeinde noch Ackerland war. Durch die rege Bautätigkeit in den letzten Jahrzehnten verläuft die Trasse aber nun mitten durch Sander Wohngebiet. Aus Sicherheitsgründen soll die in die Jahre gekommene Hauptwasserleitung nun verlegt und entlang des Stückäckerweges um die Gemeinde herum geführt werden. Im Auftrag des Zweckverbands hat das Technische Büro Werner (TBW) Eltmann) dafür eine Planung erstellt, die wesentlicher Teil der Besprechung war.

Wie wichtig die Arbeit des Wasserzweckverbands ist, stellte dessen Vorsitzender Stefan Paulus heraus, als er erläuterte, dass der EU-weit gültige Nitrat-Grenzwert von Trinkwasser 50 Milligramm pro Liter betrage. Beim WZV der Knetzgau-Sand-Wonfurt-Gruppe liege er bei drei bis vier mg/l, was beste Wasserqualität bedeute. Das rühre daher, "dass wir immer wieder Pumpenhäuser umgebaut, die technischen Einrichtungen modernisiert und andere Investitionen getätigt haben", befand Paulus. Sehr wichtig sei auch, dass der Verband durch den Ankauf von Flächen seine Schutzgebiete um die Brunnen ständig erweitert habe.

Der Wasserverbrauch sei in den letzten Jahrzehnten ständig gestiegen: "Durch die Abnahme von Wasser durch Coca-Cola, für die sehr strenge Normen gelten, ist unser Wasser das best-überwachte Lebensmittel im bayerischen Raum."


Gefahr von Rohrbrüchen

Investitionen, wie jetzt die rund eine Million Euro für die geplante Verlegung der Hauptwasserleitungen, seien unumgänglich, so Bernhard Ruß, denn man müsse Schaden fernhalten, der den Anliegern bei einem Rohrbruch der über 50 Jahre alten Leitungen entstehen könnte. Darauf wies auch Holger Baunacher hin, der von zahlreichen Wasserrohrbrüchen in Wonfurt im letzten Jahr berichtete.

Zusammen mit der Verlegung der Hauptwasserleitung soll auch das Ortsnetz saniert werden. Die Verlegung der Hauptleitung bringe darüber hinaus weitere Sicherheit für die Wasserversorgung Wonfurts, denn an den Übergabe-Schacht könne zur Einspeisung eine zweite Leitung angeschlossen werden.
Die technischen Einzelheiten erläuterte Planer Günter Englert. Die neuen Hauptwasserleitungen werden in einer Tiefe von mindestens 1,50 Meter verlegt. Die Felder können danach wie gewohnt bearbeitet und genutzt werden. In den Grundstücken südlich des Stückäckerweges in Sand werden als Hauptwasserleitung Rohre mit 250 Millimeter Durchmesser eingebracht. In der Gemarkung Wonfurt wird man wegen des Anschlusses des Coca-Cola-Werkes Rohre von 300 Millimeter Stärke verwenden. Die Staatsstraße zwischen Wonfurt und Steinsfeld muss zwecks Überquerung nicht aufgerissen werden, denn die neue Leitung kann durch die vorhandenen Leerrohre geschoben werden. Die bisher genutzten, dann nicht mehr benötigten "alten Leitungen" werden abgeklemmt, stillgelegt und verbleiben im Boden.

"Die Sicherheit der neuen Hauptwasserleitung wird auch dadurch gewährt, dass sie zum Beispiel in Sand entlang eines Grabens verläuft und das Wasser bei einem eventuellen Rohrbruch auf natürliche Art abgeleitet wird", so Günter Englert.


Der Wasserpreis steigt

Da die neuen Hauptwasserleitungen über private Grundstücke führen, müssen Grunddienstbarkeiten vereinbart werden. Betroffen davon sind in Sand neben der Kommune selbst 25 Grundstückseigner. Da in Wonfurt nur mit vier Grundstücksbesitzern verhandelt werden muss, soll der Baubeginn hier noch im Jahr 2017 erfolgen. Der Baubeginn in Sand ist erst für das Jahr 2018 vorgesehen.
Derzeit kostet ein Kubikmeter Wasser 0,80 Euro. Er werde nach Abschluss der Baumaßnahmen aber leicht steigen.
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